(openPR) Wissenschaftler arbeiten unbeirrt weiter an der Vorbereitung des CO2-Endlagers
Mit den Bodenmessungen ist bereits am 07.03. begonnen worden, im Zeitraum vom 15.-18.03. geht es dann mit einem Hubschrauber 50m akribisch hinweg über Maxdorf, Mahlsdorf und die B71 (s. Seite 2). Mit geo-magnetischen Messungen will die Universität Kiel die Idee für eine mögliche Überwachung des CO2- Endlagers prüfen. Aus diesem Grund werden in einem kleinen Teilgebiet von 15km² des späteren gesamten Überwachungsgebietes über Maxdorf, Mahlsdorf und der B71 die Untersuchungen stattfinden.
Für die Bürgerinitiative Kein CO2 Endlager Altmark sind dieses alarmierende Signale, die verdeutlichen das die Wissenschaft mit Unterstützung des Bundes und den Energiekonzernen unbeirrt an den Vorbereitungen für ein CO2-Endlager in der Altmark festhalten. Bei voraussichtlichen Erlösen von 30-48€ pro Tonne abgespeichertem CO2 geht es doch dann später auch um viel Geld, bei voller Ausschöpfung der Kapazitäten in der Altmark von 250-500 Millionen Tonnen CO2 unter der Altmark um genauer 7,5-24 Milliarden Einnahmen für die beteiligten Energiekonzerne.
Und die Wissenschaft mischt kräftig mit in diesem Spiel, denn Energiekonzerne finanzieren die Forschung zur CO2-Speicherung mit bis zu 50%. Welch Wissenschaftler kann da in Anbetracht seines eigenen Einkommens, der Sicherung seiner Position und der seiner Mitarbeiter nicht schwach werden, sich mit ganzen Kräften für die Umsetzung der CCS-Technologie einzusetzen.
Die Altmark hat Flagge gezeigt, parteiübergreifend wird das CO2-Endlager von Mitgliedern der Einheitsgemeinden in der Altmark, des Landkreises Salzwedel und den Parteien im Land abgelehnt. Und die Altmark steht damit nicht alleine, sondern hat mit Schleswig-Holstein, Niedersachsen und der Bürgerinitiative in Brandenburg, den Wasser- und Bauernverbänden wichtige Verbündete in der Ablehnung der CCS-Technologie.
Bisher hat sich die Bundesregierung nicht getraut den bereits seit Juli 2010 vorliegenden CCS Gesetzentwurf im Kabinett zu besprechen und in den Bundestag einzubringen. Doch es wird Zeit sich zu entscheiden, denn die EU schreibt per Richtlinie vor sich bis Ende Juni für oder gegen die Einführung der CCS-Technologie entschieden zu haben.
Die Wissenschaftler wünschen sich die Verlängerung von CLEAN über das Ende im Juni 2011 hinaus und bereiten gerade die Anträge dafür vor. Wir fordern einen endgültigen Stop und die Verabschiedung eines CCS Unterlassungsgesetzes für Deutschland im Sinne der EU-Richtlinie. Anstatt sich um den Bau neuer Kohlekraftwerke zu kümmern, deren CO2 Ausstoss dann mit CCS-Technologie kompensiert wird, fordert die Bürgerinitiative endlich Wege zur CO2-Vermeidung einzuschlagen.
Seit 1 Jahr verhindern wir erfolgreich die Einführung der CCS-Technologie und viele Politiker haben sich unserer Meinung nach genauer Information über die unabsehbaren Folgen dieser unerforschten Risikotechnologie angeschlossen. Viele Dinge konnten wir an das Licht der Öffentlichkeit befördern, andere sind uns auf Grund von Betriebsgeheimnissen bisher verschlossen geblieben. Unterstützen Sie unsere BI durch aktive Mitarbeit, eine Spende oder die Verbreitung der Information über das CO2-Endlager und das Aufhängen der Plakate. „Wir befinden uns in der wichtigsten Entscheidungsphase der Politik, die Entscheidung für oder gegen die Nutzung der CCS-Technologie und damit eines CO2-Endlagers in der Altmark wird bald gefällt werden müssen. Und wir sind uns sicher dass die Altmärker geschlossen jetzt Flagge gegen ein CO2-Endlager zeigen werden.“ so Lothar Lehmann, Sprecher der Bürgerinitiative.






