(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Ruhe nach dem Sturm – an den Warenterminbörsen zeigten sich die Preise heute besonders träge. Für Heizölverbraucher in Deutschland blieben die Bezugskosten nahezu konstant, sieht man von Mini-Abschlägen ab, die durch einen starken Euro bedingt waren. Die Tendenz: Rohöl bleibt teuer, wird teurer – und Heizöl auch.
Stabilisierung auf hohem Niveau – ein Spekulanten-Euphemismus für Friedhofsruhe nach radikalen Preissteigerungen. Die hatten die Rohhölnotierungen in den ersten Tagen dieser Woche zu bewältigen. Mit Libyen und dem Iran trafen die Unruhen zwei der wichtigsten Weltförderländer des schwarzen Goldes. Das heizt die Spekulantenseele an.
Doch kaum ist dort relative Ruhe eingekehrt oder machen sich Stimmen der Vernunft breit, ist es auch mit den Preissteigerungen vorbei. So auch heute. Am Nachmittag notierten die beiden Referenzsorten US –Leichtöl (WTI) und Nordseeöl (Brent) exakt auf dem Niveau des Morgenhandels, ohne den ganzen Tag über große Anstalten nach oben und unten zu machen. Die wichtigste Nachricht vom Friedhof jedoch: Ruhe heißt Konsolidierung – sprich Rohöl bleibt so teuer wie seit dem Rekordjahr 2008 nicht mehr und könnte weiter steigen – eine Tendenz, an der sich aufgrund der allgemeinen Lage nicht viel ändern wird.
Zum Glück gibt es noch den Euro, der zeigt sich ob der guten Wirtschaftsnachrichten mehr als robust und nähert sich der 1,40-US-Dollar-Wechselkursgrenze. Starker Euro + ruhige Ölpreise = sinkende Bezugskosen. Das traf heute jedoch nur bedingt zu. Tatsächlich wanderten die Heizölpreise in Deutschland weg vom gestrigen Jahreshoch – wenn auch nur minimal. Sie sanken um 6 Cent auf 86,18 Euro pro 100-Liter-Partie (Gesamt: 3.000 Liter Heizöl EL).
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Frank Urbansky
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