(openPR) Mit der Tanz-Produktion ABWESEN erkundet Choreografin Ursina Tossi unsere Empfindungen gegenüber dem Unbekannten
Die Tänzerin und Choreografin Ursina Tossi zeigt ab dem 10.3.11 ihre neueste Arbeit ABWESEN im Hamburger Sprechwerk. Zu der Musik von Johannes Miethke erkunden vier TänzerInnen die Auflösung von Emotionen.
Was geschieht, wenn wir nicht erleben wollen, was wir empfinden? Wie erleben und empfinden wir etwas neu? Was geschieht mit uns, wenn etwas passiert, was bisher noch nicht geschah?
Abwesen ist das was fehlt, ist die Leere, das Unbekannte und das Unheimliche. Abwesen ist ein frei bewegliches Selbst. Es hat keinen festen Ort oder Wohnsitz. Es wandert, es legt sich nicht fest, es lässt sich nicht greifen. Stets bleibt es in der Schwebe und umfasst all das, was Identität nicht ist. Abwesen verkörpert die Unmöglichkeit, alle möglichen Körper zu sein. Abwesen ist auch ein Zufluchtsort, eine Inselempfindung, ein Loch im Handlungsmuster.
Angst, Wut, Trauer und Freude: Die Choreografie von Ursina Tossi dekliniert diese emotionalen Zustände. Im Dialog mit der Musik erschaffen drei Tänzerinnen und ein Tänzer einen Raum, in dem reine Präsenz offenbar werden kann. An ihrem Ende steht die Auflösung aller Emotionen. Erinnerungen, Wünsche , Träume und Sehnsüchte - sie alle bleiben ohne Resonanz. Sie lösen sich auf in Tanz. Und am Ende sind die Tänzer Abwesen.
Choreografie: Ursina Tossi. Musik: Johannes Miethke
Tanz: Raimonda Gudaviciute, Naoko Hardenack, Aaron Jeffrey und Ursina Tossi
Premiere: 10. März 2011, 20.00 Uhr, Hamburger Sprechwerk.
Weitere Vorstellungen: 11.-13. März, jeweils 20.00 Uhr
Karten unter 040 – 24 42 39 32 oder 
ABWESEN wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, K3 – Choreografisches Zentrum Hamburg, CDSH, Tanzfabrik Hamburg und dancebase.
Hamburger Sprechwerk e.V.
Klaus-Groth-Straße 23
20535 Hamburg
Buero Telefon: 040 - 24 42 39 30
Kartentelefon und Fax: 040 - 24 42 39 32
Pressekontakt: Konstanze Ullmer

Über das Unternehmen
Das Hamburger Sprechwerk wurde im Herbst 2004 gegründet um dem Bedürfnis der Hamburger professionellen freien Theaterszene nach einem anspruchsvollen Veranstaltungsort Rechnung zu tragen. Mit ihren Maßen von 10,50 x 12,50 gehört die Bühne zu den größten und schönsten Off-Theater-Spielräumen Hamburgs.
Neben anspruchsvollen Eigenproduktionen bietet das Hamburger Sprechwerk einen Raum für ambitionierte Gastspiele sowohl von Hamburger Gruppen als auch von Erfolgsproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum (Wien, München, etc.). Die Spannweite reicht dabei von der Komödie bis zum klassischen Drama, meist in kleiner Besetzung. Hier hat sich die Hamburger Tanzszene ein Refugium geschaffen, in dem sie den interessierten Zuschauern qualitativ hochwertige Choreografien eigener sowie internationaler Künstler zu Gesicht bringt.
Andreas Lübbers, Regisseur und Dramaturg (Intendant des Hamburger Sprechwerks)
Andreas Lübbers studierte Literatur und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Als Dramaturg war er an verschiedenen Bühnen tätig, u.a. am Thalia Theater und Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, beim Berliner Ensemble, am Theater Heilbronn und bei der Gestaltung des Kulturprogramms des deutschen Pavillons auf der Expo 2000 in Hannover.
Von 2002 bis 2004 leitete er als stellvertretender Intendant die Gandersheimer Domfestspiele.
Nachdem Andreas Lübbers bereits ab März 2003 erste freie Theaterproduktionen unter dem Label "Hamburger Sprechwerk" u.a. in den Deichtorhallen und in der Baderanstalt produziert hatte, fand er schließlich im September 2004 in einer ehemaligen Speditionshalle im Hamburger Stadtteil Borgfelde für das Sprechwerk eine feste Spielstätte.
Unter seiner künstlerischen Leitung entwickelte sich das Hamburger Sprechwerk zu einem überregional beachteten Fixpunkt der freien Theaterszene