(openPR) Bühnenadaption von „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ am Hamburger Sprechwerk
19., 20., 21. und 25.10.11, jeweils 20 Uhr
Das Hamburger Sprechwerk hat eine außergewöhnliche Bühnenadaption in der Regie von Lydia Spiekermann zu Gast: Mit „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ feiert am 19. Mai 2011 um 20 Uhr eine Performance aus Schauspiel, Tanz und Musik Premiere.
Zwischen Koffer und Bücherkiste sitzt der junge Malte Laurids Brigge in seiner Pariser Dachstube und entdeckt an sich eine Besonderheit: Er lernt sehen. "Alles hat Beziehung zur Weite. Alles ist vereinfacht. Und nichts ist gering und überflüssig." Vielleicht ist es gerade diese deutliche Wahrnehmung seiner Umwelt, die ihn den Menschen langsam fremd werden lässt. Auf der Suche nach den Mustern seiner Kindheit beginnt er zu schreiben.
Der einzige Roman Rilkes beschäftigt sich nahezu traumhaft sicher und hochkonzentriert mit unserer Wahrnehmung – und dem Zweifel daran. Lydia Spiekermann hat daraus eine schlanke Bühnenfassung erarbeitet, die dem Gedanken des Autors an die Form seines Textes Rechnung trägt. Denn Rilke selbst hat das Werk als „Daseinsentwurf“ und „Schattenzusammenhang sich rührender Kräfte“ bezeichnet. „Ich wollte mich diesem traum-ähnlichen, archetypischen Gedanken nähern,“ so Spiekermann, „mir war klar, dass sich das nicht 1:1 auf der Bühne erzählen lässt.“ Konsequenterweise wagt sie ein Experiment aus Körper, Text, Musik und Raum. Ein Schauspieler, ein Violinist und eine Tänzerin lassen ein feines Gespinst von Wahrnehmungen, Ängsten und Träumen entstehen, welche den Zuschauer in unbekannte und gleichermaßen vertraute Welten entführen.
Regie: Lydia Spiekermann
Schauspiel: Erik Fiebiger / Tanz: Noémie Naegele / Live-Musik: Mathias Sananda Weiß
Kartenpreise:
VVK: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro plus VVK-Gebühren.
AK: 18 Euro, ermäßigt 15 Euro
Do 19.05., Fr 20.05., Sa 21.05. und Mi 25.05.2011, jeweils um 20 Uhr
im Hamburger Sprechwerk
Infotel. 040 – 24 42 39 32
Hamburger Sprechwerk
Klaus-Groth-Str. 23
20535 Hamburg
Tel. 040 - 2442 3930
Pressekontakt: Konstanze Ullmer
Über das Unternehmen
Das Hamburger Sprechwerk wurde im Herbst 2004 gegründet um dem Bedürfnis der Hamburger professionellen freien Theaterszene nach einem anspruchsvollen Veranstaltungsort Rechnung zu tragen. Mit ihren Maßen von 10,50 x 12,50 gehört die Bühne zu den größten und schönsten Off-Theater-Spielräumen Hamburgs.
Neben anspruchsvollen Eigenproduktionen bietet das Hamburger Sprechwerk einen Raum für ambitionierte Gastspiele sowohl von Hamburger Gruppen als auch von Erfolgsproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum (Wien, München, etc.). Die Spannweite reicht dabei von der Komödie bis zum klassischen Drama, meist in kleiner Besetzung.
Und hier hat sich die Hamburger Tanzszene ein Refugium geschaffen, in dem sie den interessierten Zuschauern qualitativ hochwertige Choreografien eigener sowie internationaler Künstler zu Gesicht bringt. Ergänzt wird das Programm immer wieder durch Lesungen und die traditionelle THEATERTAFEL der Hamburger freien Szene.
Leitung des Hamburger Sprechwerks:
Andreas Lübbers studierte Literatur und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Als Dramaturg war er an verschiedenen Bühnen tätig, u.a. am Thalia Theater und Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, beim Berliner Ensemble, am Theater Heilbronn und bei der Gestaltung des Kulturprogramms des deutschen Pavillons auf der Expo 2000 in Hannover.
Von 2002 bis 2004 leitete er als stellvertretender Intendant die Gandersheimer Domfestspiele.
Nachdem Andreas Lübbers bereits ab März 2003 erste freie Theaterproduktionen unter dem Label "Hamburger Sprechwerk" u.a. in den Deichtorhallen und in der Baderanstalt produziert hatte, fand er schließlich im September 2004 in einer ehemaligen Speditionshalle im Hamburger Stadtteil Borgfelde für das Sprechwerk eine feste Spielstätte.
Unter seiner künstlerischen Leitung entwickelte sich das Hamburger Sprechwerk zu einem überregional beachteten Fixpunkt der freien Theaterszene (Hamburger Abendblatt, 30. Dez. 2005) in Hamburg.