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„Phädra“ feiert am 13.11.2010 im Hamburger Sprechwerk Premiere

05.11.201008:19 UhrKunst & Kultur
Bild: „Phädra“ feiert am 13.11.2010 im Hamburger Sprechwerk Premiere
Phädra - eine Produktion der Theatermacher von Nysa Kultur
Phädra - eine Produktion der Theatermacher von Nysa Kultur

(openPR) Ungewöhnliches Inszenierungskonzept verbindet Schauspiel mit Körper- und Musiktheater

Racines „Phädra“ in Schillers Übersetzung geht am 13.11.2010 um 20.00 Uhr im Hamburger Sprechwerk über die Bühne. Drei Akteure der Musiktheaterinitiative nysa kultur verbinden Schauspiel mit Gesang, Körper-, Tanz- und Puppentheater. Musikalisch eingebunden werden zudem mehrere Lieder aus Jean-Philippe Rameaus Phädra-Adaption „Hippolyte et Arice“. Das außergewöhnliche Projekt hat Regisseur, Schauspieler und Wahl-Hamburger Maximilian Ponader ins Leben gerufen.

Maßlose Liebe und Rache mit Kalkül – schon im alten Griechenland musste eine Dreieckskonstellation tödlich enden. Phädra, die sich in ihren Stiefsohn verliebt, wird von ihm abgewiesen, weil dieser leidenschaftlich in Aricia verliebt ist. Aus Rache dafür bezichtigt sie ihn der Vergewaltigung. Die Konsequenz, die sie billigend in Kauf nimmt: der Tod des Geliebten und ihren eigenen.

In der Inszenierung Maximilian Ponaders spüren drei Akteure dem Geflecht aus instinktiver Emotion und gesellschaftlicher Norm nach, in dem sich Phädra, ihr Stiefsohn Hippolyt und dessen Geliebte bewegen. „Wir möchten auf keinen Fall kategorisieren,“ so Regisseur Maximilian Ponader, „sondern uns ungewohnte und spannende Darstellunsgweisen an der Grenze zwischen Realität und Fiktion erspielen“. Unterstützung bekommen die Nysa-Akteure von drei Flohmarkt-Puppen, die weitere tragende Rollen übernehmen: Teddybär Peter als Ismene, das Plüschschaf als Oenone und Heribert, eine vom Vorbesitzer wild bekritzelte Babypuppe, als Theramen. Sie torpedieren jede Typbesetzung und weigern sich strikt, sich von den mächtigen Versen Schillers überfordern zu lassen.

Auf der Suche nach starken, stilisierten Ausdrucksformen begeben sie sich auf die Spuren der Schiller´schen Sprache, archaischer Rhythmen, des Puppenspiels und choreografischer Elemente. Die Gattungsgrenzen verschwimmen zu einer Welt aus Sprache, Körper, Raum und Klang.

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Vorstellungstermine:
Sa, 13.,11., So, 14.11., Do, 18.11, Fr, 19.11.2010, jeweils um 20:00 Uhr
Hamburger Sprechwerk, Klaus-Groth-Straße 23 in 20535 Hamburg, S-Bahn Berliner Tor

Kartentelefon und Fax: 040 - 24 42 39 32
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