openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Zu wenig qualifizierte Fachkräfte in der Städteregion Aachen

20.01.201116:52 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Zu wenig qualifizierte Fachkräfte in der Städteregion Aachen

(openPR) Aachen, 20.01.2011. Kaum scheint die Wirtschaftskrise überwunden, holt die Städteregion Aachen ein altes Problem wieder ein: es fehlen Hunderte Fachkräfte, vor allem im Handwerk. Programme verschiedener Träger sollen Abhilfe schaffen, die Situation könnte sich in Zukunft jedoch noch verschlimmern. Eine mögliche Lösung für die Betriebe ist die Ausprägung einer mitarbeiterfreundlichen Unternehmenskultur.



Als Fachkräfte gelten alle Personen mit abgeschlossener Lehre, einem Abschluss als Meister, Techniker oder Fachwirt bzw. einem akademischen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. An solch qualifizierten Arbeitnehmern wird es der Bundesrepublik Deutschland aller Voraussicht nach in Zukunft massiv mangeln. Zwar war diese Not zur Zeit der jüngst überwundenen Wirtschaftskrise deutlich gelindert, aber nicht gänzlich verschwunden. So werden für das Jahr 2020 mitunter eine halbe Million fehlender Fachkräfte prognostiziert; eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey spricht sogar von bis zu zwei Millionen nicht besetzbarer Stellen – Zahlen, die Politiker und Unternehmer bedenklich stimmen, denn dadurch könnte das Wachstum der deutsche Wirtschaft in naher Zukunft stark beeinträchtigt werden. Bereits jetzt entgehen ihr wegen fehlender personeller Kapazitäten Aufträge von mindestens 20 Milliarden Euro jährlich, was einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht, wie eine 2007 vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie ergab.

Die Städteregion Aachen bildet davon keine Ausnahme: 2007 betrug die Zahl der nicht besetzten Stellen im Handwerk laut Angaben der Handelskammer Aachen 860, dazu fehlten noch 120 Akademiker, größtenteils Ingenieure und IT-Spezialisten. Nach zwei Jahren der Flaute ist nun erneut der gleiche Bedarf eingetreten. „Das Konjunkturklima hat bereits wieder die Werte aus dem zurückliegenden Aufschwung erreicht.“, wie Michael F. Bayer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, im November 2010 angab.

Die gute Konjunkturlage wird zusammen mit der demographischen Entwicklung das Unterangebot in Zukunft noch verschärfen, trotz aller Bestrebungen, ältere Fachkräfte länger in den Unternehmen zu beschäftigen. Ungeklärt ist derzeit auch, ob das RWTH-Campus-Projekt diesbezüglich Fluch oder Segen bedeutet. Einerseits könnte die Strahlkraft des neuen Forschungsgeländes Fachkräfte anziehen und qualifizierte Hochschulabsolventen in bzw. an Aachen binden, andererseits könnte sich der Mangelzustand durch die Ansiedlung von bis zu 250 Firmen noch verschärfen.

Diverse regionale Programme sollen das Dezifit lindern. Die Arbeitsagenturen der Städteregion bilden dieses Jahr 500 Geringqualifizierte zu Fachkräften aus, vor allem in der Altenpflege sowie in den Berufen Kraftfahrer und Bürofachkräfte. Beim Projekt „SAG&AN!“ unter Leitung der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT) geht es ebenfalls um die Nachqualifizierung von Fachkräften. In der Städteregion Aachen und im Kreis Heinsberg können Arbeitslose oder Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss ebendiesen in den Branchen Logistik, Metall und Nahrungs- & Futtermittelindustrie erwerben. Des weiteren bietet die „Nacht der Unternehmen“ den Absolventen der örtlichen Hochschulen die Gelegenheit, sich bei einer Bustour Firmen der Bereiche Informationstechnologie und Energietechnik, Mobilität und Life Sciences/Health Care, die besonders auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sind, vor Ort anzuschauen. Diese Vorgehensweise von wachstumsstarken, wissensbasierten Unternehmen hat sich bei der Suche nach Akademikern bereits bewährt.

Dem bevorstehenden Kampf um „High Potentials“, um die besten Nachwuchskräfte, sind regionale Firmen jedoch nicht hilflos ausgeliefert. So können sie, auch jenseits der institutionellen Programme, etwas gegen den sogenannten „Brain-Drain“ unternehmen: Eine mitarbeiterfreundliche Unternehmenskultur wäre ein Anfang. Sie erhöht die emotionale Bindung an den Arbeitgeber und steigert dessen Attraktivität für qualifizierte Fachkräfte. Gelebte Werte, visionäre Ziele, offene Kommunikationsprozesse und regelmäßiges Feedback tragen hierzu mehr bei als „lediglich“ materielle Anreize und Annehmlichkeiten. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die auch kleinere oder mittlere Unternehmen schnell und kostengünstig umsetzen können. Auf diese Weise entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die Arbeitsplatzzufriedenheit steigt und die Firmen können Fachkräfte dauerhaft an sich binden, was der gesamten Städteregion zugute kommt.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie durch einen kostenlosen Vortrag „Unternehmenskultur: Ein Rezept gegen den Fachkräftemangel!“ von Frau Dr. des. Belvederesi-Kochs am 27. Januar 2011 um 17.30 Uhr in der belvederesi Kommunikations- und Unternehmensberatung, Theaterstraße 83, 52062 Aachen. (ph)

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 502934
 728

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Zu wenig qualifizierte Fachkräfte in der Städteregion Aachen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von belvederesi Kommunikations- und Unternehmensberatung

Bild: Gewaltfreie Kommunikation: Was bedeutet das eigentlich?Bild: Gewaltfreie Kommunikation: Was bedeutet das eigentlich?
Gewaltfreie Kommunikation: Was bedeutet das eigentlich?
Gewaltfreie Kommunikation – ein Begriffspaar, das im Rahmen unserer Kommunikations- und Managementtrainings häufiger fällt und uns einen Zugang zu einem konfliktfreien Miteinander in unserem Arbeitsumfeld ebnen kann.?Das Konzept geht auf den US-amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg zurück, der sich für einen empathischen und wertschätzenden Austausch nicht nur akademisch stark macht, sondern auch politisch im Rahmen seiner gemeinnützigen Tätigkeit im Center for Nonviolent Communication. Doch was versteht Rosenberg eigentlich unter …
Kommentar: Zur Sinnhaftigkeit von Kommunikationstrainings
Kommentar: Zur Sinnhaftigkeit von Kommunikationstrainings
Den Sinn und Zweck von gruppendynamischen Trainings haben Unternehmen schon seit einigen Jahren erkannt, und dennoch wird betriebsinterne Kommunikation im Rahmen von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen immer noch stiefmütterlich behandelt. So lassen sich manche Firmen mit 30+ Mitarbeitern oft nur widerwillig auf interne Kommunikationsschulungen ein; stets mit dem Argument: „Wieso? Wir haben doch Rhetorik- und Verkaufsseminare für unsere Außendienstler!“ Aber eine serviceorientierte Schulung von Vertrieblern und Außendienstmitarbeitern reicht m…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Der erste Bienenfutterautomat für die Städteregion AachenBild: Der erste Bienenfutterautomat für die Städteregion Aachen
Der erste Bienenfutterautomat für die Städteregion Aachen
Der ÖDP-Retro-Bienenfutter-Automat ist da! Die ersten 2 handgefertigten und nicht serienmäßig erhältlichen "ÖDP-Retro-Bienenfutter-Automaten" Deutschlands bekommen ihre Standorte in der StädteRegion Aachen und in Mainz am Rhein. Farblich erinnert der Automat an einen Briefkasten, und dass er auffällt, ist natürlich erwünscht: Das quietschgelbe Gehäuse …
Bild: KatHo NRW Aachen begleitet Demenzprojekt wissenschaftlichBild: KatHo NRW Aachen begleitet Demenzprojekt wissenschaftlich
KatHo NRW Aachen begleitet Demenzprojekt wissenschaftlich
Das Projekt „DemenzNetz Aachen“ wird auf die Städteregion Aachen ausgeweitet und bis 2013 mit 1,3 Mio Euro gefördert. Die Katholische Hochschule NRW Aachen begleitet dieses Projekt wissenschaftlich seit seinem Start 2008. Das DemenzNetz Aachen hilft, Demenzerkrankte so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung zu versorgen. Dazu ist es notwendig, …
Bild: Kaiserstadt Immobilien | Immobilienmakler Aachen: Ihr vertrauenswürdiger Partner im Aachener ImmobilienmarktBild: Kaiserstadt Immobilien | Immobilienmakler Aachen: Ihr vertrauenswürdiger Partner im Aachener Immobilienmarkt
Kaiserstadt Immobilien | Immobilienmakler Aachen: Ihr vertrauenswürdiger Partner im Aachener Immobilienmarkt
Kaiserstadt Immobilien ist Ihr erfahrener Immobilienmakler in Aachen und der Städteregion. Mit persönlicher Beratung, Expertise und Auszeichnungen garantieren wir erfolgreiche Immobiliengeschäfte. Der Immobilienmarkt in Aachen und Umgebung boomt - doch der Weg zu einem erfolgreichen Immobiliengeschäft kann ohne die richtige Unterstützung kompliziert …
Bild: Euregio-Aachen startet ins 7 JahrBild: Euregio-Aachen startet ins 7 Jahr
Euregio-Aachen startet ins 7 Jahr
… unabhängige Online-Magazin erreicht wöchentlich mehr als 110.000 Leser. Neben Informationen über Veranstaltungen, aktuellen News aus den Stadtverwaltungen der Stadt Aachen, der StädteRegion und den angeschlossenen Kommunen, so wie der Deutschsprachigen Gemeinschaft und dem angrenzenden niederländischen Regionen, greift das Magazin aktuelle Nachrichten …
Bild: Städteregion Aachen: Marcel Foré (ÖDP) kandidiert zum StädteregionsratBild: Städteregion Aachen: Marcel Foré (ÖDP) kandidiert zum Städteregionsrat
Städteregion Aachen: Marcel Foré (ÖDP) kandidiert zum Städteregionsrat
(Münster/Aachen) – Der 40-jährige Wirtschaftsfachwirt Marcel Foré tritt für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) zur Wahl des Städteregionsrats für die Städteregion Aachen am 4. November 2018 an. Der Stolberger Foré, Vater einer Tochter, sieht seine politischen Schwerpunkte im Umwelt- und Klimaschutz, der Stärkung der dualen Berufsausbildung und …
Bild: Sauberes Trinkwasser für Aachens ObdachloseBild: Sauberes Trinkwasser für Aachens Obdachlose
Sauberes Trinkwasser für Aachens Obdachlose
… Verein Euregio-Aachen-hilft e.V. bei seiner Weihnachtsaktion erlebt. Von Heiligabend an bis Heilige-Drei-Könige am 06.01.2018 verteilte der Verein in Aachen und in der StädteRegion an wohnungs- und obdachlose Menschen Weihnachtspakete, warme Jacken, Heißgetränke und Nahrungsmittel. Dabei stellten die Helfer fest, dass sauberes Trinkwasser zu den großen …
Diskussionsforum Stromnetze
Diskussionsforum Stromnetze
… in die Netze. Hinzu kommt der Ausbau der Elektromobilität, auf den unser Stromnetz ebenfalls vorbereitet sein muss. Der Forschungscampus FEN (Flexible Elektrische Netze) und die StädteRegion Aachen laden am Dienstag, den 30. Januar ab 17:45 Uhr alle Interessierten zum „Diskussionsforum Stromnetze“ in das Haus der StädteRegion Aachen (Zollernstraße 16, …
Bild: Kein ausgesonderter Wasserwerfer im Straßenverkehr mit AC-AB-KennzeichenBild: Kein ausgesonderter Wasserwerfer im Straßenverkehr mit AC-AB-Kennzeichen
Kein ausgesonderter Wasserwerfer im Straßenverkehr mit AC-AB-Kennzeichen
… nicht betrieben werden darf. Aus der Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichts NRW vom 28.05.2019 ergibt sich: Halter des Fahrzeugs ist ein Verein, der seinen Sitz gezielt in der Städteregion Aachen genommen hat. Die Gründungsmitglieder des Vereins kommen aus Hamburg und unterstützen den im Jahr 1910 gegründeten Fußballverein FC St. Pauli. Das bis …
TEMA AG erhält Regional-Marketing Etat für StädteRegion Aachen - 180.000 EURO für Marketingkampagne
TEMA AG erhält Regional-Marketing Etat für StädteRegion Aachen - 180.000 EURO für Marketingkampagne
Aachen, 03. Juli 2007 – Der Aachener Marketingdienstleister TEMA Technologie Marketing AG hat den Regional-Marketing Etat für die StädteRegion Aachen gewonnen. Im Pitch um das 180.000 EURO große Budget setzte sich die TEMA AG gegen drei andere renommierte Agenturen durch. Zum Marketingpaket gehören Information, Imagebildung und „Bespaßung“. Alles soll …
Höhe der Steuergeldverschwendung im Jobcenter unbekannt
Höhe der Steuergeldverschwendung im Jobcenter unbekannt
… von Beträgen bis 20 € auf 4,6 Millionen €, verursachte jedoch Kosten in Höhe von 40,6 Millionen €. Nach Bekanntwerden dieses Irrsinns haben wir beim Jobcenter der Städteregion Aachen angefragt, wie hoch die erzielten Einnahmen aus Kleinbeträgen bis 50 € im Jahr 2018 und wie hoch die Kosten des Verwaltungsaufwands hierfür waren. Harald Siepmann, Mitglied …
Sie lesen gerade: Zu wenig qualifizierte Fachkräfte in der Städteregion Aachen