(openPR) Gewaltfreie Kommunikation – ein Begriffspaar, das im Rahmen unserer Kommunikations- und Managementtrainings häufiger fällt und uns einen Zugang zu einem konfliktfreien Miteinander in unserem Arbeitsumfeld ebnen kann.?Das Konzept geht auf den US-amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg zurück, der sich für einen empathischen und wertschätzenden Austausch nicht nur akademisch stark macht, sondern auch politisch im Rahmen seiner gemeinnützigen Tätigkeit im Center for Nonviolent Communication.
Doch was versteht Rosenberg eigentlich unter dem sog. gewaltfreien Kommunizieren? Und wieso kommt er zu dem Schluss, dass so etwas wie Gewalt und Kommunikation im Alltag scheinbar Hand in Hand gehen?
Rosenberg selbst sagt hierzu: „Wir betrachten unsere Art zu sprechen vielleicht nicht als ‚gewalttätig’, dennoch führen unsere Worte oft zu Verletzung und Leid – bei uns selbst oder bei anderen.“ (Gewaltfreie Kommunikation 2009: S. 18).
Daher benutzt er den Begriff der Gewaltfreiheit im Gandhischen Sinne: Und so fordert uns Rosenberg dazu auf, unser einfühlendes Wesen zu entdecken, Empathie zu zeigen und Geduld für den anderen aufzubringen. Kurzum: Wir sollen lernen, uns in die Denkweise der anderen hineinzuversetzen, ohne sie vorzuverurteilen und (non-)verbal abzukanzeln.
Aber was hat das denn bitte mit unserem Verhalten am Arbeitsplatz zu tun, werden sich jetzt einige fragen. Nun denn: Wenn wir das Gefühl haben, dass uns andere bewusst oder unbewusst schaden, dass beispielsweise Kollegen oder Vorgesetzte schlecht über uns reden, aktivieren wir nur allzu gerne einen „gewaltsamen“ Abwehrmechanismus. So fangen wir an, uns zu verteidigen, wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen. Wir können und wollen es nicht auf uns sitzen lassen, dass unsere Person oder unsere Leistung verkannt wird.?Aber auch bei anderen, die uns nahe stehen, kommt solch eine Abwehrreaktion nicht selten vor. Denn wir neigen dazu, Partei für jene zu ergreifen, die wir mögen und schätzen. Dann schnellt der Puls in die Höhe, die Mimik versteinert, die Gestik wird bestimmter, die Stimmlage verändert sich, unsere Worte werden schärfer und verletzen die anderen, die uns selbst in irgendeiner Weise beleidigt, gekränkt oder gedemütigt haben. Eine unbefangene Kommunikation wird zusehends schwieriger. Schließlich ist es uns wichtiger, dass wir unsere Interessen, unsere Standpunkte und unsere Forderungen durchsetzen. Die Bedürfnisse und Interessen der anderen sind uns ab jetzt (fast) egal. Wir negieren, konterkarieren und bagatellisieren sie – ganz nach dem Motto: „Der hat‘s ja eh nicht besser verdient.“
Statt sich solch einer trostlosen und zweifelsohne belastenden Situation auszuliefern, setzt sich Rosenberg für den Aufbau von zufriedenstellenden Arbeitsbeziehungen ein. Zufriedenstellend bedeutet dabei, dass ich als Individuum anfange, meine Anliegen klar zu artikulieren, meine Ängste und Sorgen offen zu zugeben und meine Bedürfnisse zu befriedigen versuche, ohne den anderen durch meine Worte und Taten zu schaden. Ich beschreibe, wie ich fühle, warum ich so fühle und was ich mir von meinem Gegenüber erhoffe bzw. was ich von ihm einfordere. Insofern geht es darum, verletzende Kommunikationsstrukturen aufzubrechen, damit sich Arbeitskonflikte – die für die Mehrheit nun einmal alltäglich sind - tatsächlich friedlich lösen.
Wie man das genau macht, fragen Sie sich? Mehr dazu in unseren Trainings.
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