(openPR) Köln, 16. November. Die Kölner Bevölkerung glaubt an eine steigende Bedeutung von Industrie und Logistik für den Wirtschaftsstandort Köln. Sie hält den Ausbau von Logistikflächen für wünschenswert – vor allem zur Sicherung von Arbeitsplätzen. In der Globalisierung sehen die Kölner für ihre Region mehr Chancen als Risiken.
Dies sind Ergebnisse der Studie „Wahrnehmung von Logistik und Güterverkehr in Köln“ des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Trendscope, die gestern auf dem Wirtschaftsempfang der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Im September 2010 hat Trendscope für diese Studie über 1.000 Personen aus Köln und dem direkten Umland repräsentativ befragt.
Grundsätzlich sehen die Kölnerinnen und Kölner die Logistikbranche sehr positiv. Sie halten Köln als Logistikstandort für ganz Nordrhein-Westfalen (95 Prozent) und auch für ganz Deutschland (86 Prozent) für äußerst wichtig. Zwei Drittel erwarten zudem eine zukünftig noch weiter steigende Bedeutung von Industrie und Logistik.
Auch die Auswirkungen der Globalisierung für ihre Region bewerten die Befragten überwiegend positiv: 56 Prozent sind der Ansicht, dass die entstehenden Chancen durch die Globalisierung für die Region überwiegen, 34 Prozent sind unentschieden und nur 10 Prozent sehen die Globalisierung in diesem Zusammenhang kritisch.
Die vielfach prognostizierte Verdopplung des Güterverkehrs auf den Straßen des Rheinlands bis 2025 halten die meisten Kölner (70 Prozent) für realistisch. Sie sehen im Lkw-Verkehr schon jetzt den größten Störfaktor unter den Verkehrsträgern des Güterverkehrs. 78 Prozent davon erwarten durch diese Entwicklung weitere persönliche Beeinträchtigungen. Vor allem die Sorge vor weiteren Staus, Abgasen, Unfällen und Lärm führt zur Ablehnung des Lkw.
Mehrheit befürwortet Ausbau der Logistikflächen und Stärkung des „modal split“
Knapp zwei Drittel halten den Wirtschaftsstandort Köln für die Herausforderungen im Güterverkehr der Zukunft für gut gerüstet. 36 Prozent wünschen sich eine bessere Vorbereitung auf diese Herausforderungen. Die Kombination der verschiedenen vorhandenen Verkehrsträger (Flughafen, Autobahnen, Bahnverbindungen und Rhein-Schifffahrt) halten 94 Prozent der Befragten dabei für einen Vorteil gegenüber anderen Wirtschaftsstandorten.
Rund drei Viertel der Befragten halten es für wünschenswert, dass die Stadt weitere Flächen zum Ausbau von Logistik und Güterverkehr bereitstellt. Als wichtigste Gründe hierfür gelten die Sicherung von Arbeitsplätzen (84 Prozent) und Ausbildungsplätzen (66 Prozent), die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region (68 Prozent) und die Notwendigkeit einer sinnvollen Verkehrsplanung (62 Prozent). Die Priorität würden die Kölner bei diesen Maßnahmen auf den „Ausbau des Schienengüterverkehrs“, gefolgt vom „Ausbau von Lagerkapazitäten und Umschlagflächen“ und dem „Ausbau von Hafenflächen“ legen.
Als wichtigste Gründe für die Ablehnung weiterer Logistikflächen werden „Zerstörung von Umweltflächen“ und „Verschlechterung der Umweltqualität“, „zunehmende Lärmbelastungen“, „Verbrauch von Naherholungsflächen“ und „zunehmende Abgasbelastung“ genannt.
„Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass die Bürger die Logistik-Wirtschaft wegen ihrer hohen Bedeutung für die Prosperität der Region überwiegend positiv sehen“, kommentiert Gerrit Seul, Studienleiter bei Trendscope. „Das wichtigste Anliegen der meisten Kölner ist die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Als unangenehm wird hingegen vor allem der Güterverkehr auf der Straße empfunden. Hier wünscht sich die Mehrheit intelligente Alternativen.“
Die vollständigen Ergebnisse sind kostenfrei anzufordern unter www.trendscope.com










