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Zukunfts­perspektiven für den Güterverkehr in Baden-Württemberg

13.07.202011:15 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Projektkonsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft legt Gutachten vor

Nach knapp zwei Jahren intensiver Projektarbeit hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg am 9. Juli 2020 die Ergebnisse des Güterverkehrskonzepts BW vorgestellt: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Vernetzung bilden die Leitlinien für konkrete Maßnahmen. Das Fraunhofer IAO war im Projekt für die methodische und organisatorische Durchführung der Beteiligungsveranstaltungen verantwortlich.



Der zu erwartende starke Anstieg des Güterverkehrs in den kommenden Jahren erfordert kreative Antworten. Neben einer guten Verkehrsinfrastruktur spielen Nachhaltigkeit Digitalisierung und Vernetzung dabei die entscheidende Rolle: »Die Entwicklung einer tragfähigen Zukunftsperspektive für den Güterverkehr gelingt am besten über die Berücksichtigung aller wichtigen Akteure, anstatt sich nur auf die Transportwirtschaft zu konzentrieren«, fasst Prof. Dr. Tobias Bernecker, Forschungsprofessor für Verkehrslogistik und nachhaltige Mobilität an der Hochschule Heilbronn und Projektkoordinator für das Güterverkehrskonzept Baden-Württemberg, die gewählte Vorgehensweise zusammen. Der am Donnerstag, 9. Juli 2020 in Stuttgart durch Verkehrsminister Winfried Hermann MdL vorgestellte Schlussbericht beleuchtet die Herausforderungen, die es auf diesem Weg zu bewältigen gilt, und zeigt eine Vielzahl an Lösungsvorschlägen für das Land Baden-Württemberg auf.

Im Auftrag des baden-württembergischen Verkehrsministeriums forschte das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO seit Sommer 2018 gemeinsam mit den Projektpartnern Hochschule Heilbronn, SSP Consult, Railistics, SLN Sinsheim, IVK Röhling und dem Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität IKEM an einer Gesamtkonzeption und an konkreten Einzelmaßnahmen. »Wir am Fraunhofer IAO waren dabei für die methodische und organisatorische Durchführung der Beteiligungsveranstaltungen zuständig und konnten so gemeinsam mit den Praxisakteuren wesentliche Herausforderungen und Chancen für den Güterverkehr in Baden-Württemberg identifizieren«, erklärt Dr. Manuela Wohlhüter.

Umfangreiches Beteiligungskonzept
Eine besondere Stärke des Güterverkehrskonzepts Baden-Württemberg sind die durchgeführten Beteiligungsformate. In acht Vernetzungsforen wirkten insgesamt mehr als 200 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Kommunen an der Erarbeitung mit. »Die Vernetzung und Einbindung zahlreicher Unternehmen sehe ich als eine hervorragende Basis für das Güterverkehrskonzept Baden-Württemberg«, bilanziert Artin Adjemian (IHK Rhein-Neckar) für die baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern den Erfolg dieser Veranstaltungen. Die Workshops in Ehingen (Donau), Heilbronn und Weil am Rhein dienten dazu, regionale Problemstellungen, Themenschwerpunkte und Lösungsansätze aufzugreifen. In Reutlingen, Ulm und Ludwigsburg wurden jeweils Zukunftsbilder für die städtische Logistik entwickelt. In Mannheim standen die Binnenschifffahrt und die Häfen im Land und in Ravensburg der Bereich Schwertransporte im Fokus.

Gestaltungsfelder für den Güterverkehr
Dreh- und Angelpunkt der erarbeiteten Ergebnisse im Güterverkehrskonzept Baden-Württemberg sind die fünf Gestaltungfelder Infrastruktur, Organisation, Wettbewerb, Innovationen und Vernetzung.

Im Gestaltungsfeld Infrastruktur zeigt das Güterverkehrskonzept, wie durch zusätzliche Überhol- und Abstellgleise und durch die Elektrifizierung weiterer Schienenstrecken im Land Engpässe für den Schienengüterverkehr beseitigt werden können. Auch ein weiterer Ausbau der Terminals für den Kombinierten Verkehr hat das Projektteam als relevant erachtet. Wichtige Ausbau- und Erhaltungsmaßnahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 mit Landesbezug und Vorhaben an Landesstraßen schaffen gleichzeitig die erforderlichen Kapazitäten für den Güterverkehr auf der Straße. Die Modernisierung der Bundeswasserstraße Neckar bildet eine wesentliche Grundlage für Wachstum bei der Binnenschifffahrt. Das Gestaltungsfeld Organisation umfasst unter anderem die Einrichtung zusätzlicher Lkw-Stellplätze an Autobahnen und die volle Nutzung der Potenziale von Lastenrädern in den Städten, aber auch einen zu den Aufkommensschwerpunkten im Güterverkehr passenden Ausbau von Tank- und Lademöglichkeiten für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Im Gestaltungsfeld Wettbewerb wurden Vorschläge gemacht, wie die Arbeitsteilung zwischen den Verkehrsträgern sichergestellt und verbessert werden kann. Besonders groß ist das Spektrum an empfohlenen Maßnahmen im Feld Innovation. Es reicht von alternativen Antrieben über eine Perspektive für das autonome Fahren auf Straße und Schiene bis hin zum verpflichtenden Einsatz von Lkw-Fahrerassistenzsystemen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Verstetigung der Vernetzungsforen aus dem Güterverkehrskonzept Baden-Württemberg und die Einrichtung eines »Kümmerers« für die Belange des Schienengüterverkehrs sind Beispiele aus dem Gestaltungsfeld Vernetzung.

Fortgang des Güterverkehrskonzepts Baden-Württemberg
Mit dem Güterverkehrskonzept Baden-Württemberg ist es dem Projektkonsortium gelungen, eine Vielzahl an aussichtsreichen Maßnahmen zu erarbeiten. »Die umfassende und zielführende Ausarbeitung der Gutachter muss der Startschuss für einen Diskussionsprozess zu konkreten Maßnahmen sein, wie wir den Güterverkehr in unserem Land zukünftig gestalten wollen«, so Verkehrsminister Winfried Hermann. Die Vorstellung des Güterverkehrskonzepts Baden-Württemberg am 9. Juli 2020 soll daher auch den Auftakt für einen übergreifenden Diskussionsprozess zur Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen bilden.

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