(openPR) Unternehmensberatung Musiol Munzinger Sasserath befragte 1000 Deutsche repräsentativ zum Vertrauen in 21 Branchen und 49 Top-Marken / Amazon, Nivea, Aldi und Audi sowie Volkswagen genießen das größte Vertrauen als Marken / Google mit dem größten Vertrauensverlust
Berlin, 8. November 2010 – Die Internetunternehmen setzen die stärksten Akzente in der 3. Auflage der MMS Studie zum Markenvertrauen. Amazon genießt unter den 49 befragten Marken das höchste Vertrauen mit 67%, noch vor dem Markenklassiker Nivea (61%), dem Discounter Aldi (55%) und den Automobilmarken Audi und Volkswagen (jeweils 52%). Am Ende der Vertrauensskala rangieren der Energieversorger EnBW (12%), die mittlerweile nicht mehr am Markt befindliche Hamburg-Mannheimer (11%) sowie als absolutes Schlusslicht BP (10%).
Den größten Vertrauensverlust im Vergleich zum Vorjahr muss Google hinnehmen. Während fast alle Marken, die auch in den vergangenen Jahren gemessen wurden, das Vertrauen im Vergleich zu 2009 ausbauen oder zumindest halten konnten, ist das Vertrauen in Google um 8 Prozentpunkte auf 42% gesunken. Hier schlagen sich die Diskussionen um Street View und den Umgang mit der Privatsphäre und dem Datenschutz deutlich nieder.
Generell ist das Vertrauen der Deutschen in Branchen und Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Nachdem zwei Jahre lang als Folge von Banken-Crash und Finanz- und Wirtschaftskrise massive Vertrauensverluste zu registrieren waren, ist das Vertrauen der Deutschen im Umfeld von positiven Nachrichten - starkes Wirtschaftswachstum, sinkende Arbeitslosenzahlen - in Unternehmen und Branchen wieder gestiegen.
Dies sind die Kernergebnisse der 3. repräsentativen Studie zum Thema Markenvertrauen. Dazu wurden im Oktober 2010 1000 Deutsche repräsentativ per Online-Erhebung von Musiol Munzinger Sasserath, der Berliner Gesellschaft für umsetzungsorientierte Markenberatung und Markenentwicklung, befragt.
„Die Chance für Markenverantwortliche besteht vor allem darin, die momentane Vertrauenskonjunktur für die eigenen Marken zum Markenaufbau zu nutzen. “ kommentiert Uwe Munzinger, Partner bei Musiol Munzinger Sasserath.
Weitere zentrale Ergebnisse
Die Tageszeitungen führen, wie schon im Vorjahr, die Vertrauensliga mit 54% (+13 Prozentpunkte) an. Gefolgt von Brauereien mit 53% (+14 Prozentpunkte) und Computerherstellern mit 48% (+14 Prozentpunkte). Energieversorger kommen hingegen nur auf einen Vertrauenswert von 18% (+5 PP), Versicherungen auf 15% (+5 PP) und Mineralölgesellschaften auf magere 9% (+4 PP). Dass selbst skandalträchtige Branchen wie Mineralölgesellschaften (man denke an den BP Umweltskandal!) im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnten, ist in erster Linie auf die insgesamt sehr positive Stimmung zurückzuführen.
Was ist zum Aufbau von Vertrauen wichtig?
Friedrich Neukirch, Vorsitzender der Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens kommentiert die Erkenntnisse der Studie so: „Ob Konsumenten einem Unternehmen und dessen Marken Vertrauen schenken oder nicht, liegt in erster Linie an der wahrgenommenen Verlässlichkeit eines Unternehmens, der Qualität der Produkte und Dienstleistungen sowie der Kompetenz der Mitarbeiter“.
Unter den insgesamt 23 abgefragten Faktoren für Vertrauen hat insbesondere die Dimension „Umweltbewusstsein“ zugenommen. Die Dimension „Soziales Verantwortungsbewusstsein“ nimmt seit der ersten Welle in 2008 kontinuierlich zu.
Fazit für Markenverantwortliche
• Das Vertrauensklima in Deutschland hat sich deutlich erholt. Fast alle Branchen konnten beim Vertrauen gegenüber 2009 klar zulegen. Vertrauen ist für die Stärke von Marken eine extrem wichtige Dimension. Die momentane Ausgangssituation ist sehr günstig für die Vertrauens- und damit die Markenstärkung.
• Vertrauenstreiber sind in erster Linie „Klassiker“, wie die Verlässlichkeit eines Unternehmens oder die Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Allerdings bekommen diese Faktoren durch das Internet eine zunehmende Bedeutung, da sowohl faktische Leistungen als auch das Verhalten eines Unternehmens transparent und nachprüfbar werden.
• Unternehmen müssen sich zunehmend „gut“ verhalten, denn Umweltbewusstsein und soziales Verantwortungsbewusstsein gewinnen an Bedeutung. Auch hier ist das Internet durch seine Transparenz Treiber für Wahrnehmung und Beurteilung eines Unternehmens.
• Unternehmen und Marken müssen den generellen Vertrauensvorschuss rechtfertigen: wenn Produkte und Dienstleistungen die Erwartungen nicht erfüllen, münden Enttäuschungen in Vertrauensverlust.
Weitere Informationen




