(openPR) Haben Sie bereits eine Riesterrente abgeschlossen?
Herzlichen Glückwunsch. Das war eine sehr gute Entscheidung!
Sie haben sich mit dem System Riesterrente befasst, sich Ihre Förderung berechnen lassen, die Anbieter auf dem Markt verglichen und sich einen Vertrag ausgesucht, den Sie für den besten hielten. Womöglich war er das auch.
Aber der Finanzmarkt ist in Bewegung. Und so passiert es, dass frühere Top-Anbieter nachgelassen haben und unbekanntere Anbieter mit Top-Produkten auf den Markt drängen. Verantworlich für diesen Umbruch ist nicht allein die Finanzkrise, die vielen Versicherungsgesellschaften und Banken herbe zugesetzt hat. Auch ein neuer Trend zum Kostenbewusstsein hat uns neue Riesterprodukte beschert.
Was unterscheidet die Riesterprodukte?
Zu den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen bei Riesterverträgen gehören die Kosten. Die unterscheiden sich je nach Produkt und Anbieter schlank um 30-50%. Die Bedeutung ist einfach: je mehr von meinem eingezahlten Kapital als Kosten verschwindet, desto weniger findet sich im Topf, der sich verzinsen kann.
Die Höhe der Verzinsung ist natürlich genau so interessant. Dabei ist ein Vertrag, der mir 2,25% garantiert, nicht unbedingt besser als einer, der nichts garantiert. Denn gerade die Versicherungsgesellschaften, die eine garantierte Verzinsung per Gesetz auferlegt bekommen, verursachen immense Kosten. Ein Riester-Fondssparplan oder gar Banksparplan nicht.
Der Vergleich kann natürlich immer nur als Vergangenheitsbetrachtung gemacht werden: wieviel haben die jeweiligen Anbieter in den letzten Jahren erwirtschaftet? Das bedeutet nicht, dass sie in den nächsten Jahren das Ergebnis halten können, ist aber ein hilfreicher Indikator.
Die Kostenstruktur ist noch interessanter: die Kosten sind nämlich vertraglich vereinbart und müssen nach heutiger Gesetzgebung offengelegt werden. Die oftmals umstrittene Provision des Abschlussvermittlers ist dabei nicht der größte Posten und auch nicht das eigentliche Problem, denn für eine gute Beratung verdient ein kompetenter, bemühter Berater auch ein entsprechendes Entgelt. Die Provision ist nur eine Art der Entlohnung. Eine Alternative wäre die Honorarberatung, für die die meisten Kunden jedoch auch kein Geld ausgeben möchten.
Was kostet ein Riester-Wechsel?
Nach geltender Gesetzgebung darf der Sparer seinen Riestertopf zwar nie auflösen, aber umdecken. Er kann dabei den gesamten Topf, also das angesparte Kapital, zuzüglich aller geflossenen Förderungen mitnehmen und in einen neuen Vertrag einzahlen. Dabei realisiert man zwar gegebenfalls Verluste, die durch die Abschreibung der angefallenen Kosten vom bisherigen Eingezahlten (gerade bei bisher kurzer Vertragslaufzeit) entstanden sind, doch das alte Sprichwort “Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende” gilt an dieser Stelle: es rechnet sich nicht, Zeit mit einer schlechten Anlage zu vergeuden!
Die Kosten, die die scheidenden Anbieter für den Wechsel berechnen, liegen oft um 100,- €. Dieser Verlust ist zu verschmerzen. Denn eine andere Gesellschaft kann sehr viel mehr aus Ihrem Geld machen. Das gilt gerade dann, wenn Sie aus einer teuren Versicherungspolice in einen günstigen Sparplan umsteigen.
Vor dem Wechsel steht aber auch wieder der Vergleich. Denn der Vergleich lohnt sich!











