(openPR) Produktsicherheit im Bereich von Lebensmitteln, Kosmetika oder körperberührenden Bedarfsgegenständen ist nicht nur eine Frage von Hygiene. Auch wenn alle vorsorgenden Maßnahmen greifen, verbleibt ein Restrisiko, das je nach Güte der Vorsorge größer oder kleiner ist. Um hier abschätzen zu können, ob weitere Sicherungsmaßnahmen notwendig sind, oder ob eine kontinuierliche Kontrollmessung etabliert werden muss, ist es wichtig, die Situation genau zu kennen.
Nicht selten wird allerdings nur vermutet, wie das Resultat der eingeführten Maßnahmen aussehen könnte. Mal angenommen, das passt alles, dann sollte das Produkt ziemlich sicher sein. Und: der nächste Skandal ist vorprogrammiert.
Die Produktsicherheitsstandards des Einzelhandels fordern daher umfangreiche Validierungsstudien und Verifizierungen im laufenden Betrieb. Aber bereits bei der Definition der beiden Begriffe scheitern viele Unternehmen. Dabei sind Validierung und Verifizierung nur Fachbegriffe für Dinge, die eigentlich sowieso getan werden - normalerweise...
Wenn eine Hausfrau feststellt, dass sie zu viel Geld für Waschpulver ausgibt, und etwas dagegen unternehmen möchte, dann könnte sie versuchen, mit weniger zu waschen. Ein Becher, statt zwei und das Waschergebnis hinterher prüfen, ist die Validierungsstudie! Wenn das zufriedenstellen ist, wird sie aber im weiteren Ablauf immer mal wieder genau hingucken. Ist die Fussballhose des Sohnes auch sauber geworden? Das ist die Verifizierung!
Nicht immer sind die Prüfungen allerdings so einfach zu konzipieren und meist ist es mit reinem Hinschauen nicht getan. Laboruntersuchungen können nötig werden, teilweise auch sehr umfangreiche. Denn alle Aussagen sind nur dann etwas wert, wenn sie statistisch sicher sind. Die Zertifizierungsstandards stellen ihre Forderungen nicht ohne Grund. Wer zuerst den Kopf hinhalten muss, ist der Handel. Weitergedacht schaffen sinnvolle Validierungen aber auch einen deutlichen Mehrwert für die Produzenten selbst. Weniger Reklamationen und Rückholungen, Vermeidung von Rückrufen, Stärkung des Verlässlichkeitsimages, Vertrauen des Verbrauchers und der eigenen Mitarbeiter sind starke Argumente.
Validierung und Verifizierung sollten daher zu jedem Prozess dazugehören, unabhängig von einer Zertifizierung. Unterstützung beim Design der Prüfungen oder bei deren Durchführung bieten beispielsweise die hierauf spezialisierten Laboratorien. "Wir unterstützen die Produzenten durchaus auch mit der Verschlankung von Prüfplänen", sagt Dr. Andrea Dreusch von der MicroMol GmbH. "Bei den Themen Validierung und Verifizierung wird nicht nur gespart, sondern durchaus auch übertrieben. Hier könnte noch ein wenig Aufklärung nicht schaden!"










