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Interviews mit Wissenschaftlern zum Forschungsbereich Tierversuchsalternativen

17.09.201010:56 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte –
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Datum: 17.09.2010

Interviews mit Wissenschaftlern zum Forschungsbereich Tierversuchsalternativen

Anfang September fand in Linz/Österreich der 16. Kongress zu Tierversuchsalternativen statt, der als bedeutendste Plattform zur Thematik in Europa gewertet wird und Teilnehmer aus 30 Nationen zählte. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte präsentierte dort sein Internetportal invitrojobs.com. Zudem führte er Interviews mit renommierten Wissenschaftlern. Die ersten drei sind jetzt im englischsprachigen Originalwortlaut und als deutsche Zusammenfassung veröffentlicht.



Weltweit wird ein großer Teil der Tierversuche für die Prüfung von Substanzen auf ihre Giftigkeit durchgeführt. Hinsichtlich der Anwendung von Tierversuchsalternativen betonte Prof. Dr. Thomas Hartung vom Center for Alternatives to Animal Testing der Johns Hopkins Universität Baltimore, zeige sich die USA im Vergleich zur EU fortschrittlich und binde gerade in der Toxikologie tierversuchsfreie High-Tech-Ansätze ein. Den Aufwärtstrend der Tierversuchsersatzverfahren in den Staaten führt Hartung auf die gute Kooperation von Politik und tierversuchsfreier Forschung zurück. Europa benötige dringend einen Lenkungsausschuss für Tierversuchsersatzverfahren unterstreicht Hartung im Interview.

Auch Dr. Alison Gray, Generalsekretärin der Europäischen Gesellschaft für in vitro Toxikologie (ESTIV), hob einen gravierenden Mangel hervor. Die in der Forschung häufig eingesetzten Antikörper könnten bereits ohne Tiere auf gentechnischem Weg gewonnen werden. Aber das Gros der Anwender wisse davon nichts, weil es derzeit in Europa keine Einrichtung gebe, an der Forscher sich über die aktuell vorhandenen Alternativen umfassend informieren könnten.

Dr. Carlotta Casalegno, Toxikologin bei dem europäischen Zusammenschluss von Tierversuchsgegnern* betont ebenfalls die Unerlässlichkeit der Kooperation. Um Tierversuche für die neue EU-Chemikalien-Verordnung REACH – für die bis zu 54 Million Tiere ihr Leben lassen sollen – zu verhindern, müssen alle vorhandenen Daten zu einzelnen Chemikalien zusammengetragen werden. Leider gebe es hierfür bisher kein Netzwerk von Fachleuten, deshalb bemühe sie sich darum. Hierbei sei ihr die Arbeitsgruppenliste auf Invitrojobs.com eine Hilfe.

„Die Interviewpartner bestätigen unsere Position: Politik, Forschung und Industrie müssen an einem Strang ziehen, damit Tierversuchsersatzverfahren zügig entwickelt und angewendet werden. Daher ist es unverzeihlich, dass die Politik in Linz so gut wie nicht vertreten war“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes.

Um selbst zur Förderung der tierversuchsfreien Forschung beizutragen, hat der Bundesverband eine Internetplattform zur Vernetzung von Wissenschaftlern inklusive Jobbörse geschaffen. Darüber hinaus hat er der Politik ein Konzept zur Einrichtung von Lehrstühlen zu tierversuchsfreien Ersatzverfahren an Hochschulen vorgelegt.

Original-Interviews in Englisch: www.invitrojobs.com
Zusammenfassung der Interviews in Deutsch: www.tierrechte.de

*European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) und British Union for the Abolition of Vivisection (BUAV)

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