(openPR) Selbsternte und Meditation im Gemüsebeet
Am Sonntag, den 5. September 2010 werden von 11 bis 18 Uhr über 1000 Besucher am Ochsenwerder Norderdeich 50 in 21037 Hamburg zum 20. Hoffest erwartet. Was 1990 im kleinen Rahmen begann, hat sich heute zu einem bunten Ökomarkt entwickelt: Bio-Höfe aus ganz Norddeutschland bieten kulinarische Vielfalt aus ihren Regionen - die Renner beim Publikum sind Klassiker wie Pommes und Bratwurst in Demeter-Qualität. Gemüsefans kommen an der „Salat-Bar“ auf ihre Kosten und können sich durch die exotischen Salatspezialitäten der Gärtnerei Sannmann wie Agano, Picanto, Hirschhornwegerich, Wasabi, Wilde Rauke, Roter Löwenzahn, Mizuna Rübstiel und viele Feingemüse probieren.
Die Führungen mit Gemüse-Selbsternte durch das 40 Hektar große Gärtnereigelände mit Trecker und Anhänger starten um 12 und 15 Uhr. Für anderthalb Stunden tauchen Interessierte ein in die Geheimnisse des biodynamischen Anbaus von 40 verschiedenen Gemüse-, Salat- und Kräutersorten mit eigener Kompostherstellung, Saatzucht, vielfältiger Fruchtfolge, Einsatz zahlreicher Nützlinge und der biodynamischen Präparate. „Die Gemüse-Selbsternte ist immer wieder ein gefragtes Erlebnis für unsere Gäste“, erzählt Gärtnermeister Thomas Sannmann. „Eltern zeigen ihren Kindern gern wie die Gemüse wachsen und von welcher Pflanze die Früchte stammen. Dieses Jahr können die Hoffest-Besucher in den Gewächshäusern und auf den Feldern Tomaten, Minigurken, Paprika, Kohlrabi, Radieschen, Lauchzwiebeln, Porree, Mangold, Wilde Rauke und Feldsalat selber ernten.“
Erntereif ist auch der Bantam-Mais: 4000 Pflanzen der samenfesten Zuckermaissorte hatten Gäste der Gärtnerei im Frühjahr als lebendiges Zeichen gegen Gentechnik ins Feld gepflanzt!
Für die Kinder haben die Gärtnermeister ein spannendes Programm zusammengestellt: Erst geht es um 12, 14 und 16 Uhr mit dem Trecker auf die Felder zum Gemüse ernten,
Blumen pflücken und Zuckererbsen naschen, dann heißt es „Kräftemessen“ beim Tauziehen und Sackhüpfen. Danach können die Kids in der Stroh-Tobeburg „einmal richtig Schwein sein“ oder beim Ponyreiten das „Glück der Erde“ erleben. Wer Kühe liebt, schaut der Hereford-Mutterkuhherde mit Kälbern beim Grasen zu und streichelt den prächtigen Bullen Martin. Zum Entspannen und Genießen lädt das Gartenkaffee am See ein: Yoga-Lehrer Klaus Fischer zeigt Yogahaltungen (Asanas) zum Zuschauen und Mitmachen für inneres Gleichgewicht und Stärkung des Organismus sowie Meditationsübungen aus dem Qi-Gong.
Kaffee und Kuchen schmecken unter dem Walnussbaum am besten - mit
Blick auf das weidenumstandene Brack und die dümpelnden Paddelboote, die zur Fahrt über den See einladen.
Demeter Gärtnerei Sannmann
Ochsenwerder Norderdeich 50, 21037 Hamburg
Thomas Sannman,

, 040/73712173
Andrea Madadi,

, 040/7209964
www.sannmann.com
Über das Unternehmen
1. Die Gärtnerei Sannmann
Bio-Gemüseanbau mit Tradition
Seit über 200 Jahren bewirtschaftet und pflegt die Gärtnerei Sannmann den fruchtbaren Boden im Hamburger Landschaftsschutzgebiet Vier- und Marschlande.
Bereits seit 1986 erzeugt Thomas Sannmann im Einklang mit Mensch und Natur gesunde und schmackhafte Lebensmittel mit den anspruchsvollen Methoden des bio-dynamischen Demeter-Anbaus.
Heute kultiviert der Familienbetrieb gemeinsam mit 20 Mitarbeitern und 2 Auszubildenden über 40 Gemüsearten, Kräuter und Salatspezialitäten.
Auf 11 Hektar Freiland- und 20.000 Quadratmeter Gewächshausfläche werden alte, regionale Sorten erhalten, neue samenfeste Sorten dem Standort angepasst und die Anbauverfahren stetig weiterentwickelt, um das ganze Jahr, frisches Demeter-Gemüse in bester Qualität anbieten zu können. Viermal im Jahr lädt Thomas Sannmann Kunden und Gäste in die Gärtnerei ein, um zu zeigen, wie biodynamischer Anbau funktioniert. Auf dem "Bantam-Fest", "Salat-Fest", "Tomaten-Fest" und "Hoffest" werden die Besucher durch die Gärtnerei geführt, können Gemüse selbst ernten und direkt in den Gewächshäusern und auf den Feldern probieren. Dazu gibt es viele regionale kulinarische Köstlichkeiten und ein spannendes Kinderprogramm.
Philosophie
Als Thomas Sannmann vor 24 Jahren die Gärtnerei in vierter Generation übernahm, entschied er sich für die biologisch-dynamische Arbeitsweise und Philosophie nach den Prinzipien der Demeter-Bewegung. Sein Motto ist: »Lebenskraft für Mensch und Erde«.
Für Gärtnermeister Sannmann ist die bio-dynamische Wirtschaftsweise die wertvollste und konsequenteste Methode, um Boden, Pflanzen und Tiere zu pflegen und hochwertige Lebensmittel zu erzeugen. Eine Methode, die fähig ist, die Lebensgrundlagen auf dieser Erde zu sichern und den Menschen in seinem positiven Wirken zu stärken.
Demeter Gärtner und Bauern führen ihre Höfe nach den Kosmos- und Natur Erkenntnissen durch Rudolf Steiner als einen lebendigen Organismus. Jeder Hof wird als geschlossener Kreislauf gesehen, der das lebendige Zusammenspiel zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch umweltgerecht und ressourcenschonend fördert.
Rund 1400 Landwirte in Deutschland mit etwa 50 000 Hektar Land arbeiten bio-dynamisch. Demeter vertritt den höchsten Standard unter den Bio-Anbauverbänden - nur streng kontrollierte Vertragspartner dürfen das Demeter-Zeichen nutzen.
Arbeitsweise
Verantwortung für die Gesundheit von Mensch und Erde bedeutet für Thomas Sannmann die aktive Unterstützung und Gestaltung der Lebensprozesse: "Wir arbeiten im Einklang mit unseren Tieren und Pflanzen. Anbau, Pflege und Ernte ist bei uns reine Handarbeit: Für ein gesundes Pflanzenwachstum schaffen wir Lebensraum für Nützlinge, arbeiten mit vielfältigen Fruchtfolgen, stärken Boden und Pflanzen durch Kompost und Kräuterextrakte.“
Eigene Kompostherstellung
„Unsere Mutterkuhherde liefert den wertvollen Mist für den Kompost, der mit den bio-dynamischen Präparaten aus Heilpflanzen angereichert wird. Dadurch wird der Boden nachhaltig fruchtbarer, lebendiger und die Humusschicht wächst. Beim Anbau der Pflanzen achten wir auf die gestaltenden Kräfte des Kosmos und beachten dabei die günstigsten Aussaatzeiten, damit unsere Pflanzen optimal reifen und ihr volles Aroma entwickeln können.“
Gemüseanbau – voller Geschmack
Aromatische Kräuter, schmackhaftes Fruchtgemüse und feine Wildsalate: Mehr als 40 Produkte in bester Demeter-Qualität werden in der Gärtnerei Sannmann angebaut. Von den zehn Sorten Tomaten war die Hausmarke Cherry-Strauch bisher der Liebling der Tomatenfest-Besucher. Aber auch alte, fast vergessene Tomatensorten wie die "Vierländer Platte" werden bei Sannmanns liebevoll weitervermehrt. Die regionale Spezialität aus dem 18. Jahrhundert hat eine flache, knubbelige Form und besticht mit einem fruchtigen Geschmack und ihrer sehr feinen Schale. Ihr Saatgut wird noch selbst von Hand gewonnen. Dadurch können die Wuchs- und Geschmackseigenschaften ständig verbessert werden, weil nur die besten Pflanzen das Saatgut liefern. Als weitere mediterrane Spezialitäten werden Auberginen, Schmorgurken, Zucchini und Paprika angebaut.
Topfkräuter in Demeter-Qualität
Eine besondere Leidenschaft der Sannmann-Gärtner ist der Anbau edler, aromatischer Topf-Kräuter wie Basilikum, Koriander, Oregano, Rosmarin, Salbei, Thymian und Zitronenmelisse. „Mit den Kräutertöpfen in Demeter Qualität wollen wir für unsere Kunden den höchsten Standard im Biobereich erreichen“, erklärt Gärtnerei-Inhaber Thomas Sannmann.
Die Kräutersetzlinge werden dazu in einen Topf mit dem guten Kompost aus eigener Produktion gesetzt und regelmäßig mit bio-dynamischen Präparaten versorgt: Hornmist fördert den Bodenaufbau und integriert die kosmischen Kräfte, Hornkiesel verbessert die Leistung der Photosynthese. Für die Kräutertöpfe wurden 26 rollbare Tische mit automatischer Bewässerung angeschafft. So können die Pflanzen das kostbare Nass von unten mit den Wurzeln aufnehmen. „Die gesamte Umstellung fördert das gesunde, kraftvolle Wachstum der Kräuter und dient der Qualitätsverbesserung für einen vollen Geschmack“, sagt Thomas Sannmann.
Sannmanns Feine Wildsalate
Sie heißen Agano, Beta, Hirschhornwegerich, Mizuna Rübstiel, Picanto, Postelein und Wilde Rauke und sind aufgrund ihres interessanten Geschmacks und ihres attraktiven Aussehens eine Bereicherung der regionalen Salatpalette. Gärtnermeister Thomas Sannmann experimentiert seit einigen Jahren mit dem Anbau dieser italienischen, asiatischen und alten heimischen Salatsorten. „Ich war auf der Suche nach gesunden und geschmackvollen Alternativen“, so der Salatexperte, „die gut mit den hiesigen Anbaubedingungen zurechtkommen.“ Bei seiner Suche legte Sannmann neben einem hohen Vitamingehalt besonderen Wert auf Geschmack, Form und Farbe.
Gesellschaftliches Engagement
Seit 2003 engagiert sich Thomas Sannmann für eine gentechnikfreie Zukunft. Er ist Mitbegründer der Initiative für eine gentechnikfreie Metropolregion Hamburg: Besorgte Bauern, Gärtner, Imker, Verarbeiter, Händler und Verbraucher (w/m) haben sich zu der „Initiative Gentechnikfreie Metropolregion Hamburg“ zusammengefunden, um ein deutliches Zeichen für eine gentechnikfreie Region zu setzen. Gentechnikanwendungen in der freien Natur, wie der Anbau der Gen-Kartoffel Amflora, sind nicht kontrollierbar, die Folgen sind unkalkulierbar und unwiderruflich.
Das Ziel der Initiative ist, den Anbau von Pflanzen und die Fütterung von Tieren gentechnikfrei zu erhalten, um zu gewährleisten, dass VerbraucherInnen weiterhin mit gentechnikfreien Lebensmitteln versorgt werden können. Aktueller Erfolg der Initiative: Anfang 2010 hat sich die Stadt Hamburg auf Antrag aller Parteien gentechnikfrei erklärt!
Die Initiative trifft sich alle sechs Wochen zum Arbeiten und Informationsaustauch: Abwechselnd in der BUND-Zentrale, Lange Reihe 29, 20099 Hamburg (gleich neben der Bio Company) und im Tatenberger Fährhaus, Tatenberger Deich 162, 21037 Hamburg. Die Initiative ist offen für alle Interessierte: Aktuelle Infos unter www.hamburg-gentechnikfrei.de