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Schreiben im Krieg – Schreiben vom Krieg

(openPR) Erste internationale wissenschaftliche Konferenz zum Thema „Feldpost im Zeitalter der Weltkriege“ im Museum für Kommunikation Berlin

Während des Zweiten Weltkriegs transportierte die deutsche Feldpost schätzungsweise 30 bis 40 Milliarden Postsendungen. Diese waren oftmals lang erwartetes Überlebenszeichen und zugleich eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, das als Ersatz für den nicht erlebbaren Familienalltag diente. Heute ermöglichen die privaten Feldposttexte forschungsrelevante Einblicke in die politische, mentale und emotionale Verfassung der aus den Fugen geratenen Kriegsgesellschaften im 20. Jahrhundert.

Einer seit Jahren überfälligen Zusammenschau aktueller Untersuchungen und medialer Präsentationen der Feldpost als historische Quelle trägt die erste internationale wissenschaftliche Feldpostkonferenz Rechnung, die das Museum für Kommunikation Berlin vom 13. bis zum 15. September 2010 ausrichtet. Unter dem Titel „Schreiben im Krieg – Schreiben vom Krieg. Feldpost im Zeitalter der Weltkriege“ präsentieren 48 Wissenschaftler und Publizisten aus Deutschland, Europa und Übersee den Stand der Feldpostforschung. Ziel der Konferenz ist es, den Erfahrungs- und Erkenntnisaustausch im Hinblick auf die Erforschung von Feldpostbriefen zwischen den Nationen und Disziplinen zu befördern. Neben grundsätzlichen Forschungsfragen werden fachspezifische Themen wie Tod, Trauer, Fahnenflucht, Geschlechterdimensionen und Gewalterfahrung vorgestellt und diskutiert.

Das komplette Tagungsprogramm ist unter www.museumsstiftung.de/feldpostkonferenz/ verfügbar. Die Konferenz ist keine öffentliche Veranstaltung und die Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Als Sammlungs- und Forschungseinrichtung besitzt das Museum für Kommunikation Berlin den europaweit umfangreichsten erschlossenen Sammlungsbestand deutschsprachiger Feldpostbriefe. Die Sammlung, die im Schwerpunkt Briefe aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg umfasst, ist unter www.museumsstiftung.de/feldpost/ als digitaler Bestandskatalog zugänglich.

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