(openPR) Im Jahre 2012 war ein im Internet gefundener Beitrag über einen Plan für einen Kanal zwischen der Donau und dem Neckar der Auslöser für eine Science-Fiction Saga, von der jetzt der vierte Band vorliegt.
Während bisher linear „Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg“ erzählt wurden, macht der nun veröffentlichte Band einen großen Schritt zurück in der Zeitlinie und beginnt kurz nach Ende des Letzten Krieges.
War das von Anfang an so geplant? Nein. Ich weiß, dass viele Schriftsteller und Schriftstellerinnen ihre Mehrteiler teilweise minutiös planen, bevor sie mit dem Schreiben anfangen. Ich mache das – um ein aktuelles Buzzword zu nutzen – agil. Ich habe natürlich eine Idee, wie die Elemente der Saga zusammenspielen sollen. Doch ich nutze sehr gern den Freiraum, den ich als Indie-Autor habe, um das zu schreiben, worauf ich Lust habe. (Wenn es nicht Science Fiction ist, dann ist es urban Fantasy oder vielleicht etwas, woran ich mich bisher nicht versucht habe.)
Der aktuelle Band „Die Schwarmkönigin“ ist aus einer Idee entstanden, die ich zuerst einer anderen Protagonistin zugeordnet hatte. Das hätte funktioniert. Doch hier bot sich die Gelegenheit, lose Enden in die Vergangenheit hinein zu verknüpfen und ihnen auf diese Weise mehr Substanz zu geben. Außerdem entspricht es der eigenen Erfahrung, dass Dinge, die man tut oder kennt, erst zu einem späteren Zeitpunkt mit historischen Informationen gefüllt werden. Oft ändert sich dadurch die Perspektive. Ich finde das sehr spannend.
Apropos Perspektive: Die Perspektive der „Schwarmkönigin“ ist ausschließlich die der Protagonistin. Für mich ein Novum, so zu schreiben. Und eine sehr interessante Erfahrung.
Es gab Stellen während des Schreibprozesses, an dem sich Szenen wie von selbst in das Räderwerk der bisherigen Handlung eingefügt haben. Und Szenen, die mir mich aufgrund des Weges, den die Geschichte plötzlich eingeschlagen hat, ziemlich gefordert haben. Für jemanden, der nicht schreibt, mag das überraschend sein. Es ist nicht unüblich, seine Protagonisten nur mir generellen Vorgaben in die Szene zu schicken und die Entwicklung des eigenen Kopfkinos dann gewissermaßen zu dokumentieren. Manche Wendungen und Überraschungen werden vom Autor geplant. Manche nicht. Für mich macht das einen großen Teil der Freude und Motivation des Schreibens aus.
Wie viele Teile wird die Saga haben? Ich weiß es nicht und lasse mich überraschen. Es sind ein bis zwei weitere Geschichten angedacht (wenn ich den Plot unter Kontrolle bekomme ;)). Bis dahin werden wahrscheinlich wieder vier Jahre vergangen sein, und dann sehen wir weiter.
Schreiben als Weg muss kein Ziel haben, solange die Aussicht interessant ist.
Der Roman „Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg – Die Schwarmkönigin“
ist im Buchhandel als Print und als E-Book erhältlich. Er ist der bisher zeitlich erste der Reihe und eignet sich daher sehr gut als Einstieg.
Cover von: Catherine Strefford, www.catherine-strefford.de













