(openPR) Der spezifischen Herausforderung des Dauerlauftests hat sich GÖPEL electronic seit mehr als 10 Jahren kontinuierlich gestellt und mit magicCAR ein modulares Testerkonzept entwickelt, welches eine beliebige Anzahl parallel verfügbarer I/O-Ressourcen und Kommunikationsinterfaces in einem ökonomisch angemessenem Rahmen bereitstellt. Aktuell wird mit magicCAR 3 die dritte Generation des bewährten Systems eingeführt.
Im Prinzip besteht magicCAR aus parallel betriebenen Multifunktionsbaugruppen, die über Ethernet mit dem zentralen Steuerrechner verbunden sind. Eine derartige Multifunktionsbaugruppe ist ein autark arbeitendes, prozessorgesteuertes Prüfgerät. Die Baugruppe bietet eine bestimmte Konfiguration von Testressourcen, mit deren Hilfe sich die vollständige Fahrzeugumgebung für ein zu prüfendes Steuergerät simulieren lässt.
Mit der Entwicklung von magicCAR 3 wurde der Anforderung nach Skalierbarkeit dieser Testressourcen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Während magicCAR 2 noch eine fixe Konfiguration analoger und digitaler I/O-Kanäle sowie Kommunikationsinterfaces anbot, deren Anzahl mit Hilfe von Aufsetzplatinen vervielfacht werden konnte, stellt die Multifunktionsbaugruppe von magicCAR 3 ein modular konfigurierbares System dar.
Erreicht wurde dies durch den internen Anschluss der Mess- und Stimuliressourcen über USB an die Controllerbaugruppe. So stehen bislang neben den Ressourcen des Controllerboards weitere Kommunikationsinterfaces für CAN, LIN, FlexRay, MOST und LVDS, analoge Widerstandsgeber oder ein leistungsfähiges Strom-Messmodul zur Auswahl. Die Basisausstattung der Multifunktionsbaugruppen von magicCAR 3 umfasst die Aufschaltung der Versorgungsklemmen 15 und 30, zwei Kommunikationsschnittstellen für CAN, LIN oder K-Line, ein PWM-Signalausgang, je vier analoge Ein- und Ausgänge sowie acht digitale Eingänge und vier digitale Ausgänge. Die Pegelbereiche der I/O-Ressourcen sind für den PKW-und Nutzfahrzeugbereich ausgelegt. Der Anschluss eines Prüflings an die Multifunktionsbaugruppe erfolgt über einen zentralen Steckverbinder in Nullkraft-Ausführung. Parallel dazu sind alle I/O’s auf Monitorbuchsen geführt, die den Anschluss zusätzlicher Messgeräte erlauben.
magicCAR 3 wird über Ethernet mit dem Steuer-PC verbunden. Mittels der im Lieferumfang enthaltenen Treiber-Software lassen sich die Testressourcen der Multifunktionsbaugruppen über umfangreiche Programmierschnittstellen in unterschiedliche Softwareumgebungen integrieren. Neben einer Nutzer-API (DLL) für die universelle Einbindung in Applikationsprogramme unter Windows steht für die Nutzer der graphischen Programmierumgebung LabVIEW® eine umfangreiche VI-Treiberbibliothek zur Verfügung.
Das Spektrum des Einsatzes von Dauerlauftesteinrichtungen im Bereich der Automobilelektronik ist breit gefächert. Es reicht von Baugruppentests in der Steuergeräteentwicklung bis zum Run-In oder Screeningtest im Fertigungsbereich. Für alle Applikationen ist charakteristisch, dass mehrere Steuergeräte parallel und unter Umwelteinflüssen (Klima, Vibration…) auf ihre Funktion getestet werden. Klassische Funktionstester sind dafür nicht optimal, sie stellen im Normalfall weniger Testressourcen bereit, als für den Paralleltest benötigt wird. Die Aufrüstung zusätzlicher Testressourcen stellt in erster Linie ein ökonomisches Problem dar, dagegen beeinträchtigt das Multiplexen von Prüflingen über ein entsprechendes Schaltfeld die Signalqualität und verschenkt prinzipbedingt wertvolle Prüfzeit, da die einzelnen Steuergeräte nicht parallel, sondern de facto nacheinander getestet werden.










