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Festnahmen nach verwegenen Protestaktionen einzelner Tibeter im Bezirk Serthar

14.04.201017:30 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Festnahmen nach verwegenen Protestaktionen einzelner Tibeter im Bezirk Serthar
Buddhistisches Institut Larung Gar vor der Verwüstung 2001
Buddhistisches Institut Larung Gar vor der Verwüstung 2001

(openPR) Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, tchrd.org, erfuhr, kam es im Lauf der letzten Woche im Bezirk Serthar in der traditionellen Region Kham zu einer Reihe von friedlichen Protestbekundungen von Tibetern, vor allem von jungen Mönchen, die auf der Stelle festgenommen wurden.



Am 30. März wurden zwei Novizen des berühmten Buddhistischen Instituts Larung Gar in Serthar von Sicherheitskräften in Zivil in Polizeigewahrsam genommen. Sie hatten auf dem Marktplatz des Bezirkszentrums von Serthar die verbotene tibetische Nationalflagge emporgehalten und Parolen gerufen wie „Möge der Dalai Lama bald nach Tibet zurückkehren“, „Unabhängigkeit für Tibet“, „Menschenrechte für Tibet“. Die beiden Novizen, die vor ihrem Protest am Buddhistischen Institut Larung Gar studierten, sind Tenzin Gyamtso, 16, aus dem Kloster Nedo im Bezirk Dzatoe und Gawa Wangchen Topgyal, 15, aus dem Kloster Jeytrung im Bezirk Dzatoe, TAP Jyekundo (chin. Yushu) in der Provinz Qinghai. Wohin sie verbracht wurden, weiß man nicht.

Am 31. März fand eine ähnliche Protestbekundung zweier Mönche eben dieses Buddhistischen Instituts im Bezirk Serthar statt. Beide wurden augenblicklich von den chinesischen Sicherheitskräften ergriffen und in Polizeigewahrsam verbracht. Um wen es sich genau handelt, weiß man nicht, noch kennt man den Ort ihrer Inhaftierung.

Am 2. April 2010 protestierte ein 20jähriger junger Mann, Ugyen Namgyal, aus dem Dorf Choktsang, Bezirk Serthar, ganz alleine auf dem Marktplatz des Bezirks. Beamte des Public Security Bureau waren sofort zur Stelle und schlugen ihn heftig, ehe sie ihn festnahmen.
Am 3. April 2010 wurde ein anderer Tibeter aus dem Dorf Choktsang, Bezirk Serthar, nach einer kurzen Protestaktion auf dem Marktplatz festgenommen.

In ähnlicher Weise protestierte ein 19jähriger reinkarnierter Lama, Tulku Namgyal, der im Kloster Taglung im Dorf Choktsang lehrt. Er warf handgeschriebene Flugblätter, auf denen „Unabhängigkeit für Tibet“, „Der Dalai Lama soll bald nach Tibet zurückkehren“ und „Menschenrechte für Tibet“ standen, in die Luft. Er wurde augenblicklich von den Sicherheitskräften festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht.

Und am 5. April 2010 nahmen die Sicherheitskräfte den 20jährigen Thakchoe aus dem Dorf Choktsang fest. Er hatte ganz alleine im Bezirk Serthar demonstriert, indem er die verbotene tibetische Nationalflagge hochhielt und Parolen rief.

Unseren Quellen zufolge gab es am 7. April noch weitere friedliche Proteste im Bezirk Serthar, über die jedoch keine Einzelheiten bekannt wurden. Die Bewegungsfreiheit der Mönche und Nonnen wurde inzwischen drastisch eingeschränkt, und entlang der 22 km langen Straße von dem Buddhistischen Institut Larung Gar zum Bezirkszentrum wurden viele neue Sicherheitsbarrieren errichtet. Zahlreiche Sicherheitskräfte in Zivil durchstreifen nun die Gegend, um weitere Protestaktionen zu verhindern.

Das TCHRD ruft die Regierung der VR China auf, die festgenommenen Novizen und andere Tibeter unverzüglich und bedingungslos freizulassen, denn sie sind keines Verbrechens schuldig, sie übten lediglich friedlich ihre grundlegenden Menschenrechte aus.

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