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Thema Zusatzbeiträge noch nicht beendet

(openPR) Dass viele Kassen in Zukunft einen Zusatzbeitrag von 8.- EURO von Ihren Mitgliedern verlangen müssen / wollen / sollen / dürfen, ist hinlänglich bekannt. Focus Online berichtet nun, dass es bei diesen 8.- EURO bei vielen Kassen nicht bleiben wird (siehe „Der neue Krankenkassen-Schock“, 03.02.10).



Der Zusatzbeitrag ist ein Konstrukt der letzten Gesundheitsreform. Dort wurde festgelegt, dass die Krankenkassenbeiträge zentral über einen Gesundheitsfonds eingesammelt werden und dann entsprechend an die Kassen verteilt werden. Wer viele Mitglieder sehr hohen Alters oder mit sehr kostenintensiven Erkrankungen hat, erhält mehr. Kassen, die mit den zugeteilten Geldern nicht zurecht kommen, können von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag verlangen. Dieser beträgt entweder bis zu 8.- EURO pro Monat und ist pauschal, also einkommensunabhängig oder er ist höher, darf dann aber max. 1% der beitragspflichtigen Einnahmen des Mitgliedes nicht überschreiten.

Der Zusatzbeitrag wird nur von den Krankenkassenmitgliedern gezahlt, der Arbeitgeber ist von diesem nicht betroffen. Die Zahlung erfolgt direkt, also nicht über den Gesundheitsfonds oder eine andere Institution der Sozialversicherungen.

Erhebt eine Kasse einen Zusatzbeitrag ist das eine Beitragserhöhung, die dem Mitglied ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt. Der Wechsel zu einer anderen Kasse, die z.B. einen niedrigeren oder sogar keine Zusatzbeitrag erhebt, ist möglich.

Anscheinend scheinen viele Kassen einen möglichen Abgang ihrer Mitglieder nicht zu fürchten oder sehen wirklich keinen anderen Ausweg. So schreibt Focus Online, dass z.B. die BKK Heilberufe rückwirkend zum 01.01.10 nun den maximalen Zusatzbeitrag erheben möchte, das wären dann max. 37,50 pro Monat.

Auch die BKK Westfalen-Lippe will mehr als 8.- EURO, genannt wird ein Zusatzbeitrag von 12.- EURO. Dies wäre für manche Versicherte, so der Vorstandschef, sogar sozial verträglicher. Da der Beitrag über 8.- EURO liege, müsse das Einkommen betrachtet werden und so würde es z.B. Studenten, die nur 500.- EURO Einkommen haben auch nur 5.- EURO im Monat zusätzlich kosten.

Wer als Student einen Zusatzbeitrag erbringen muss, sollte ggf. nicht nur über einen Wechsel von einer Kasse zur anderen nachdenken, sondern sich auch über den Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung beraten lassen. Dies ist sicherlich für einige eine interessante Option. Wer diese Option nicht hat, sollte Zusatzbeiträge nicht einfach schlucken. Die Politik ist gefordert, ein Gesundheitssystem zu schaffen, das auch finanzierbar ist.

Erst kürzlich hat die OECD in einem Vergleich der Gesundheitssysteme der OECD-Mitgliederstaaten festgestellt - Das Deutsche Gesundheitssystem ist sehr leistungsfähig und sichert die Versorgung nahezu der gesamten Bevölkerung, aber es ist auch sehr teuer. Es wird also eh schon mehr Geld ins Gesundheitswesen investiert, als in anderen OECD-Ländern. Da ist es unverständlich, warum dieses Geld nicht reichen soll.

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