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Odenwald-Institut würdigt TZI-Begründerin und Begleiterin Ruth Cohn

26.03.201017:33 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Ruth Cohn und ihr Konzept der TZI prägt bis heute entscheidend die pädagogische Arbeit mit Kindern und Erwachsenen

Wald-Michelbach — am 30. Januar 2010 verstarb in Düsseldorf mit Ruth Cohn eine Psychotherapeutin, deren Konzept der Themenzentrierten Interaktion (TZI) seit über 40 Jahren die Pädagogik sowie die Erwachsenenbildung wesentlich beeinflusst hat. Die in Berlin geborene deutsche Jüdin studierte in Zürich und emigrierte 1941 in die USA. Dort gelang es ihr, grundlegende Erkenntnisse der Psychoanalyse und der Sozialpsychologie zu verbinden und für Lehrende und Leitende auch außerhalb der Fachwelten in Bildung, Wirtschaft und Politik erleb- und erlernbar zu machen. Cohn entwickelte mit TZI ein Konzept ganzheitlichen Lernens, das eindeutig an Werten orientiert ist.



Für das Odenwald-Institut (OI) der Bensheimer Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie war sie eine wichtige Wegbegleiterin, deren Impulse die Entwicklung des Weiterbildungsinstituts entscheidend mit geprägt haben. Von Beginn an vor mehr als 30 Jahren war die TZI neben der Transaktionsanalyse (TA) die wichtigste Wurzel der pädagogischen Arbeit im Odenwald-Institut. Als Beraterin stand Cohn den Gründern Mary Anne und Karl Kübel zur Seite. Sie leitete die erste Kursleitertagung im Odenwald-Institut und gestaltete Seminare, zu denen die Kursleitenden des OI zu ihr auf den Hasliberg in die Schweiz fuhren. Einige dieser Kursleitenden führen noch heute Weiterbildungen und Seminare auf der Tromm, dem Sitz des Odenwald-Instituts durch.

Mary Anne Kübel erinnert sich: „Ruth hat mein Leben beeinflusst durch ihre gelebte Einstellung und ihre praktikable Art, sich selbst und Gruppen anzuleiten. Ich habe noch später während der 90er Jahre für meine Seminare in Indien intensiv mit ihr zusammengearbeitet. Am Ende ist daraus das Ruth Cohn Institut (RCI) International in Indien entstanden.“ Nachdem ihr Mann Karl ebenfalls ein Seminar bei Ruth besucht hat, war er beeindruckt und blieb über Jahre mit ihr in persönlichem Kontakt. „Karl Kübel war so begeistert, dass er ein Buch über Ruth Cohn und die TZI anregte, erklärt die heutige Institutsleiterin Dr. Sigrid Goder-Fahlbusch, die damals dieses Buchprojekt in der Stiftung betreute. Entstanden ist damals die Publikation „Beziehungen leben“, in der Kursleitende die wesentlichen am Institut angewandte Methoden vorstellten.

„Wie Gruppenarbeit lebendig wird und lebendig bleibt“ lautet der Artikel, in dem Dr. Cornelia Löhmer und Rüdiger Standhardt das TZI-Konzept vorstellen. Cohn selbst hat damals den Kontakt zwischen Goder-Fahlbusch und den Leitenden des Giessener Forums hergestellt. Seit dem leiten beide Seminare und Weiterbildungen am Odenwald-Institut. TZI spielt nun in den Seminaren und Ausbildungen zur Stressbewältigung durch Achtsamkeit (MBSR) von Standhardt und in den Ausbildungskursen zur Progressiven Muskelentspannung (PME) von Löhmer eine wichtige Rolle. Beide kannten Ruth Cohn persönlich und haben mehrere Publikationen dazu veröffentlicht, darunter eine Einführung in die TZI, die 2006 überarbeitet als „TZI - Die Kunst sich selbst und eine Gruppe zu leiten“ erschien.

Auf die Frage nach dem Besonderen an Ruth Cohn nennt Standhardt zwei Aspekte: erstens das ganzheitliche und praktikable Gruppenmodell, das auf klaren Werten und Achtsamkeit basiert und zweitens das stets starke gesellschaftspolitische Anliegen, das aus ihren Erfahrungen im nationalsozialistischen Deutschland resultiert. In „Zur Tat befreien. Gesellschafts-politische Perspektiven zur TZI-Gruppenarbeit“ veröffentlichte er mit Löhmer das Gespräch zwischen Cohn und dem Psychologen und Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun „Wir sind Politiker und Politikerinnen – wir alle!“ Das Gespräch dreht sich um Möglichkeiten, die Humanistische Psychologie mit Politik in der Praxis beziehungsweise im Lernen zu verbinden.

Das Odenwald-Institut stellt neben diesem Gespräch weitere Artikel unter www.odenwaldinstitut.de bereit, darunter die Essenz der TZI sowie ein sehr persönliches, lebendig geschriebenes Portrait von Helga Herrmann, die als Freundin mit Cohn bis zu deren Tod eng in Kontakt stand.

Weitere Informationen zu Seminaren und Weiterbildungen sowie zu Angeboten von Rüdiger Standhardt und Cornelia Löhmer gibt es unter Telefon 06207 605-0 sowie unter www.odenwaldinstitut.de.

Informationen zu Ruth Cohn und TZI: http://www.odenwaldinstitut.de/front_content.php?idcat=97


Seminare zum Leiten von Gruppen am Odenwald-Institut:

Vom 1. bis 3. Oktober 2010 führt Elfi Stollberg, die zu den Gruppenleitenden gehört, die bei Ruth Cohn in der Schweiz Cohns Konzept zum Gruppenleiten gelernt haben, im Seminar „Gruppen partnerschaftlich leiten“ in die TZI ein.

Vom 25. bis 29. Oktober vermittelt Theo Köhler TZI in „Schwierige Teilnehmer/innen, schwierige Situationen in Gruppen“.

Eine Weiterbildung „Gruppen lebendig leiten“ startet im Mai 2011 mit Stefan Padberg und Shirly Reinhaus.

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