(openPR) Großweil, 23. März 2010 – Zum Start der Museumssaison gibt die Tunnelausstellung „Mit Sack und Pack. Menschen und Dinge auf Wanderschaft“ (vom 19.3. bis zum 11.11.) Einblick in die historische Mobilität der Bevölkerung im ländlichen Oberbayern. Die Ausstellung präsentiert anhand ausgewählter Sammlungsobjekte vom Kinderschuh bis zum Priener Hut Facetten dieser Mobilität in Oberbayern vom 19. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit.
Mit einer Postkarten-Aktion sind die Besucher dazu aufgerufen, sich am Projekt zu beteiligen, ihrer Erinnerung freien Lauf zu lassen und mit Wort und Bild ein Stück ihrer eigenen Migrationsgeschichte zu erzählen.
„Auch früher war die Bevölkerung in Oberbayern mobil, zu jeder Zeit wanderten Menschen zu, verließen das Land oder wechselten ihren Standort in der Region. Kein Mensch geht ohne jede Habe, wenn ihm die Wahl bleibt. Mit sich nimmt er seine „Siebensachen“: Lebensnotwendiges wie Proviant und Kleidung, aber auch persönliche, mit seiner Herkunft und Geschichte verknüpfte Dinge, um sich zu erinnern und seiner Identität
zu versichern“, so Projektleiterin Stephanie Steiner, Freilichtmuseum Glentleiten.
Familienführung „Heimat im Koffer“
Zum Begleitprogramm der Ausstellung zählt auch die Familienführung „Heimat im Koffer“, die ebenfalls das Thema Migration aufgreift. Auf einem Rundgang im Museum (am 8. April, 18. Juli und 12. September) werden Lebensgeschichten von Menschen erzählt, die in den vergangenen 100 Jahren ihre Heimat verließen. Was erwartete sie in ihrer neuen Heimat? Welche Hoffnungen hatten sie? Warum machte man sich auf den Weg? In der Werkstatt des Auswanderers, Kesselflickers und „bayerischen Italieners“ Pietro Zannantonio lernen Eltern und Kinder zusammen das Handwerk des Kupfertreibens kennen.









