(openPR) Freilichtmuseum Glentleiten präsentiert zur Freizeitmesse f.re.e das Jahresprogramm 2010
München, 22. Februar 2010 – Am 19. März startet das Freilichtmuseum Glentleiten in die Museumssaison 2010! Das Thema „Entdecker gesucht“ leitet die Besucher durch das vielfältige Jahresprogramm mit rund 90 Veranstaltungen, darunter Aktionstage, Märkte, Kurse für Erwachsene und das beliebte Ferienprogramm für Kinder. Höhepunkt in dieser Saison bilden zwei neue Ausstellungen und die Eröffnung einer historischen Systembauhalle aus Warngau. Im Mai wird mit der Neugestaltung des Mirzn-Häusls ein aktuelles museumspädagogisches Angebot vorgestellt: Das „Haus zum Entdecken“ mit Mitmachprogrammen für Kinder öffnet seine Pforten am internationalen Museumstag. Eine weitere Neuerung in diesem Jahr ist der Themenweg „Korn & Brot“, der im Herbst zu Erntedank eröffnet wird. Der neue Veranstaltungskalender liegt unter anderem in München im Infopoint sowie in regionalen Tourist-Info-Büros aus. Das Programm kann außerdem per Telefon unter 08851/185-0 bestellt werden und steht im Internet unter www.glentleiten.de bereit.
Ab Saisonbeginn am 19. März gibt die Tunnelausstellung „Mit Sack und Pack. Menschen und Dinge auf Wanderschaft“ (19.3.-11.11.) Einblicke in die historische Mobilität der Bevölkerung im ländlichen Oberbayern. Zu jeder Zeit waren die Menschen unterwegs, sie wanderten umher, verließen das Land oder zogen zu. Bei sich hatten sie stets ihre „Siebensachen“: Dazu zählten Lebensnotwendiges, aber auch Dinge von persönlichem Wert. Die Ausstellung präsentiert anhand ausgewählter Sammlungsobjekte vom Kinderschuh bis zur Altardecke Facetten dieser Mobilität in Oberbayern vom 19. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit.
Nach dem Erfinder und Architekten Friedrich Zollinger benannt ist das bislang größte Architekturexponat im Museum: Die Systembauhalle mit Zollingerdach wird am 20. März eröffnet. 1928 als Sägewerk errichtet, ist die Halle ein eindrucksvolles Beispiel für frühe Industriearchitektur auf dem Land. Für das Dachwerk, das den stützenfreien Raum überwölbt, wurden einzelne Bretter (Lamellen) zu einem tragfähigen Gitterwerk verschraubt. Die konstruktive Innovation wurde als „Dach der Zukunft“ vermarktet und erlebte ihre Blütezeit in den 1920er Jahren.
Alles über geheimnisvolle, labyrinthische Gänge unter der Erde erfahren BesucherInnen in der Sonderausstellung „Erdställe – rätselhafte unterirdische Anlagen“ (17.4.-11.11.). Die so genannten „Erdställe“ (die Bezeichnung Erdstall steht für eine „Stelle“ in der Erde) sind künstlich angelegte, labyrinthische Gänge im Untergrund alter Siedlungsplätze. In Bayern sind mehr als 700 solcher Anlagen aus dem Hochmittelalter bekannt. Ihre Funktion ist wissenschaftlich bis heute ungeklärt. Handelte es sich etwa um Lagerräume oder Kultstätten?
Zurück zu den Menschen auf Wanderschaft: Forscher, Schwärmer, Visionäre, die im 19. Jahrhundert zu Fuß die Alpen erkundeten stehen im Mittelpunkt der Bayerischen Matinee am 28. März mit musikalischem Rahmen. Der Bergsteiger und Iffeldorfer Autor Stefan König liest aus seinem Buch „Der Alpenwanderer“ mit musikalischem Rahmenprogramm.
In der neuen Seminarreihe „Gutes aus Feld, Wald, Wiese und Garten“ (Start am 26.3.) gibt es während der Museumssaison vieles in der Natur zu entdecken: Geführt von einer Kräuterpädagogin können BesucherInnen Wild- und Kulturpflanzen wie Bärlauch oder Holler ernten und traditionelle bayerische Rezepte ausprobieren. Auf dem jährlichen Kräuter- und Klostermarkt am 24./25. April bieten oberbayerische Klöster ihre Erzeugnisse aus Garten, Küche und Werkstatt an. Kräuterpädagoginnen aus dem Oberland stellen ihre Produkte vor und vermitteln Wissen rund um einheimische Wildkräuter.












