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Truppenaufstockung ist kein Strategiewechsel

26.02.201016:14 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Truppenaufstockung ist kein Strategiewechsel
Protest-Aktion der IPPNW gegen den Afghanistan-Krieg am 20.2.2010 in Berlin
Protest-Aktion der IPPNW gegen den Afghanistan-Krieg am 20.2.2010 in Berlin

(openPR) Die internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) kritisieren die heute vom deutschen Bundestag beschlossene Aufstockung der Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. „Dass die Mehrheit der Abgeordneten diesem Einsatz trotz einer mehrheitlichen Ablehnung der Bevölkerung zum zehnten Mal zugestimmt hat, enttäuscht uns zutiefst. Die Truppenaufstockung ist kein Strategiewechsel zugunsten einer zivilen Bearbeitung des Konflikts“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen. Die Verlegung von 5.000 US-Soldaten und 48 Hubschraubern in die unter deutschem Kommando stehenden Nordprovinzen, bedeute de facto eine Ausweitung des US-amerikanischen Modells der Aufstandsbekämpfung und damit mehr tote und traumatisierte Zivilisten und Soldaten.

Die Meldungen über zivile Opfer in Afghanistan reißen nicht ab. Und die Zahl der Bundeswehrsoldaten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ist in den vergangenen zwei Jahren massiv angestiegen. Besonders hoch ist die Belastung bei Soldaten, die in Afghanistan waren. Insgesamt haben sich 2009 in der Armee 466 Bundeswehrsoldaten mit PTBS gemeldet - 418 von ihnen waren aus Afghanistan zurückgekehrt. Im Jahr 2008 waren es 245 Soldaten, von denen 226 zuvor in Afghanistan eingesetzt worden waren – innerhalb eines Jahres also fast eine Verdoppelung der Fälle.

Die Ärzteorganisation IPPNW ist überzeugt, dass nur eine zivile Bearbeitung des Konflikts Frieden und Entwicklung für Afghanistan bringen kann. Die Bundesregierung muss Entwicklungsprojekte in Afghanistan fördern, die von den regionalen Akteuren des Landes gemeinsam getragen werden und dabei militärisches und ziviles Engagement strikt trennen. Partner auf der afghanischen Seite könnte zum Beispiel die afghanische Friedens-Jirga sein, zu der die deutsche Friedensbewegung enge Kontakte hat. Die Friedens-Jirga besteht aus Stammesvertretern, Intellektuellen und Politikern Afghanistans und genießt Anerkennung von allen Konfliktparteien.

„Die niederländischen Soldaten werden Afghanistan demnächst verlassen. Wir fordern auch die Bundesregierung auf, ein festes, nahe liegendes Datum zu nennen, bis zu dem die deutschen Truppen aus Afghanistan vollständig abgezogen werden“, erklärt Dr. Angelika Claußen abschließend.

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