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Kampf gegen Schwarzarbeit am Bau muss besser werden

19.01.201017:01 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Fachgemeinschaft Bau: „Effektive Schwarzarbeitsbekämpfung ist das beste Konjunkturpaket“ /Anzahl der Kontrollen und Kontrolleure verstärken

Berlin, 19.01.2010. Angesichts der aktuellen Schätzungen des österreichischen Wirtschaftsforschers Friedrich Schneider zum Volumen der Schwarzarbeit in Deutschland fordert die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. die Politik auf, das Thema Schattenwirtschaft am Bau endlich wirksam zu bekämpfen. „Auf den Baustellen in Berlin und Brandenburg arbeitet unseren Schätzungen zufolge fast jeder dritte Bauarbeiter schwarz“, erklärt Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau. „Dadurch werden Jahr für Jahr allein in dieser Region tausende legaler Arbeitsplätze vernichtet. Das kann sich keine Regierung leisten, vor allem nicht in Zeiten einer Wirtschaftskrise.“

Die Fachgemeinschaft Bau fordert daher ein Maßnahmenpaket der Regierung, das gezielt den Kampf gegen Schwarzarbeit am Bau zum Ziel hat. „Effektive Schwarzarbeitsbekämpfung ist das beste Konjunkturpaket. Notwendig dazu sind funktionierende Kontrollmechanismen wie die Einführung der elektronischen Chipkarte am Bau, auf der relevante sozialversicherungspflichtige Merkmale des Arbeitnehmers gespeichert sind. Diese Karte, die Auskunft darüber gibt, ob der Arbeitnehmer angemeldet ist, muss auf Baustellen immer mitgeführt und bei Kontrollen vorgezeigt werden. Außerdem muss die Anzahl der Kontrollen und die der Kontrolleure massiv verstärkt werden. Denn nur die Angst, erwischt und bestraft zu werden, kann nachhaltig Schwarzarbeit verhindern.“

Zudem sei es wichtig, wirksam gegen Billigstanbieter am Bau vorzugehen: „Unternehmen, die Angebote weit unterhalb des marktüblichen Durchschnitts abgeben, haben mit seriöser Bautätigkeit oft nichts mehr zu tun“, so Wenkel weiter. „Durch die Aufnahme der Sozialkassen-Bescheinigung in das sogenannte Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis kann der öffentliche Auftraggeber in Berlin mittlerweile zwar vor der Erteilung des Zuschlags Rückschlüsse über den gezahlten Lohn ziehen. Dies muss aber in der Praxis auch die Folge haben, dass Billigst-Anbieter, die keinen Mindestlohn zahlen, konsequent vom Vergabe-Verfahren ausgeschlossen werden.“ So könne die öffentliche Hand zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: den regionalen Arbeitsmarkt stärken und Konsequenzen der Billigstarbeit wie Pfusch am Bau verhindern.

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