(openPR) FG Bau: „Anzahl der Kontrolleure bei Finanzkontrolle Schwarzarbeit muss verdoppelt werden!“ / Trefferquote der Baustellenläufer bei 90%
Berlin, 23.04.2010. Anlässlich der gestern vorgestellten Fahndungsergebnisse des Zolls fordert die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V., die Anzahl der Zollfahnder im Einsatz gegen Schwarzarbeit zu verdoppeln und die Kontrollen von Baustellen zu erhöhen. „Die Tatsache, dass die Finanzkontrolle Schwarzarbeit im vergangenen Jahr rund 500.000 Personen sowie 50.000 Arbeitgeber kontrolliert und über 150.000 Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, ist zwar ein schöner Erfolg im Kampf gegen Schwarzarbeit“, erklärt dazu Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau. „Allerdings kann dieser Erfolg nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Einsatz von rund 6.500 Zollfahndern bundesweit nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Kampf gegen die ausufernde Schattenwirtschaft bedeutet. Allein auf dem Bau ist im Jahr 2009 jeder 3. Euro schwarz erwirtschaftet worden! Um diese immensen Ausmaße der Schattenwirtschaft in den Griff zu bekommen, muss die Anzahl der Kontrolleure mindestens verdoppelt werden.“
Dass sich die Investition in die Bekämpfung von Schwarzarbeit lohne, zeigten die Ergebnisse des Zolls nur zu deutlich. Wenkel: „Die abgeschlossenen Verfahren im Jahr 2009 führten zu Strafen in Höhe von insgesamt rund 50 Millionen Euro. Daran sieht man, dass sich jede Mehr-Investition in den Kampf gegen Schwarzarbeit doppelt und dreifach auszahlt! Wir fordern daher nicht nur mehr Kontrolleure: Die Fahnder müssen auch wesentlich stärker als bisher im Außendienst eingesetzt werden und Baustellen auch ohne vorherigen Verdacht kontrollieren.“
Bislang ist die Fachgemeinschaft Bau der einzige Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband bundesweit, der mit eigenen Baustellenläufern der Schwarzarbeit am Bau den Kampf angesagt hat. Die Bau-Detektive beobachten Baustellen in Berlin und Brandenburg und melden verdächtige Baustellen an den Zoll. Ihre Trefferquote dabei liegt bei rund 90 Prozent.



