(openPR) FG Bau: ÖPP sind mittelstandsfeindlich und kostenintensiv / Potsdamer Stadtschloss ist Bumerang für öffentlichen Haushalt
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Potsdam, 07.02.2011. Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg spricht sich erneut gegen die Vergabe öffentlicher Großprojekte als Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) aus. Anlass ist die bekanntgewordene finanzielle Mehrbelastung beim Landtagsbau in Potsdam sowie die angekündigte zeitliche Verzögerung des Bauprojekts. Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau, sagt dazu: „ÖPP sind mittelstandsfeindlich und kostenintensiv. Das Potsdamer Stadtschloss als ÖPP zu vergeben, hat sich bereits jetzt als Bumerang für die öffentlichen Haushalte erwiesen: Noch vor der Grundsteinlegung ist klar, dass das Projekt wesentlich teurer als ursprünglich geplant wird und sich die Fertigstellung ebenfalls verzögert. Erneut führt also ein ÖPP, das eigentlich helfen soll, Kosten zu sparen, zu einer Mehrbelastung der öffentlichen Haushalte“
Der Verband fordert daher die Vergabe großer öffentlicher Bauaufträge in Fach- und Teillosen, damit sich auch kleine und mittelständische Baufirmen der Region am Vergabeverfahren beteiligen können. Das wirke sich positiv auf die Kostenentwicklung aus, wie die Erfahrung mit dem Großflughafen BBI zeige. Zudem könne auch Schwarzarbeit am Bau durch einen Verzicht auf ÖPP vermindert werden: „Durch ÖPP entstehen endlose Subunternehmerketten, an deren Ende häufig Schwarzarbeit und Pfusch am Bau zu finden sind“, so Wenkel weiter. Mit einem Verzicht auf die Vergabe künftiger Großbauprojekte könne das Land daher nicht nur Kosten sparen, sondern auch ein Zeichen im Kampf gegen Schwarzarbeit und für Qualität am Bau setzen.







