(openPR) 2010 besser als erwartet / Brandenburg zeigt ähnliche Tendenz / FG Bau: „Sinkende Lohnsumme ist Indikator für Schwarzarbeit am Bau“
Berlin, 19.1.2011. Im Jahr 2010 waren 1,4 Prozent mehr Beschäftigte am Bau in Berlin tätig als im Vorjahr. Das geht aus der aktuellen Beschäftigtenstatistik der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes hervor. „Die meisten unserer Firmen haben trotz sinkender Umsätze ihre Beschäftigten halten können und sogar noch neue Mitarbeiter eingestellt“, erklärt dazu Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg. „Insbesondere die gute Auslastung der Unternehmer in den Monaten Oktober und November hat sich positiv auf den Bau-Arbeitsmarkt ausgewirkt: Im Oktober verzeichnete die Sozialkasse einen Zuwachs von über fünf Prozent an gewerblichen Arbeitnehmern im Vergleich zum Vorjahr. Durch die negative Entwicklung zum Jahresbeginn wurden solche Spitzen in der Jahresbilanz jedoch etwas ausgeglichen. Auch in Brandenburg rechnen wir mit einem positiven Jahresergebnis, allerdings liegen hier die endgültigen Zahlen noch nicht vor.“
Der Verband rechnet nicht damit, dass der positive Trend auch im Jahr 2011 anhält: „Die öffentlichen Bauinvestitionen werden weiter zurückgefahren, gleichzeitig werden gerade die kleinen Betriebe ab Mai 2011 einem größeren Preiswettbewerb ausgesetzt“, so Wenkel weiter. „Insofern sind wir schon froh, wenn wir zum Jahresende keine größeren Entlassungswellen zu beklagen haben.“
Und auch ein weiteres Problem wird laut FG Bau weiter wachsen: die Schwarzarbeit am Bau. „Trotz des Beschäftigungszuwachses in 2010 ist die Lohnsumme weiter gesunken“, erläutert Wenkel. „Das ist für uns ein starkes Indiz für Schwarzarbeit am Bau. Gerade mit Blick auf die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit ab Mai 2011 ist eine effektive Bekämpfung der Schwarzarbeit am Bau daher umso wichtiger.“




