(openPR) Der Linzer Thomas Bumberger erzielte ex-equo mit zwei anderen jungen Forschern den ersten Platz der GEN-AU SummerSchool. Im August absolvierte der 17-jährige ein Forschungspraktikum am Software Competence Center Hagenberg und am Fuzzy Logic Laboratorium (FLLL) des Instituts für Wissensbasierte Mathematische System der Johannes Kepler Universität (JKU).
Nachwuchsförderung
Die GEN-AU Summerschool bietet jungen Forschern und Forscherinnen Praktika in Laboren verschiedenster Forschungszentren. 2003 wurde im Rahmen des Österreichischen Genomforschungsprogramms die SummerSchool ins Leben gerufen. Bis jetzt haben mehr als 500 Schülerinnen und Schüler dieses Angebot genutzt.
Thomas Bumberger Linz hat es die Bioinformatik angetan. „ Ohne Bioinformatik ist Forschung im Bereich der Biologie heute nur schwer möglich, da es für Menschen unmöglich ist, die immer größeren Berge an Daten aus Experimenten zu bewältigen. Deshalb wird die Bedeutung der Bioinformatik und von mathematischen Ansätzen in der Biologie in der Zukunft weiter wachsen“; so Bumberger
Praktikum an zwei Forschungseinrichtungen
Am SCCH arbeitete Bumberger im Forschungsteam von Dr. Julian Mattes, Leiter der Biomedical Data Analysis Group (BDA), für transnationale GEN-AU Projekt CANCERMOTISYS zur Bekämpfung von Magenkrebs. Eines der Ziele in diesem Projekt ist die automatische Auswertung von Bildfolgen, die mit dem Mikroskop untersuchte Magenkrebszellen zeigen. Eine besondere Herausforderung ist dabei das automatische Verfolgen und die genaue Bewegungsbestimmung von Zellen. Außerdem sollen in diesem transnationalen Projekt effiziente Biomarker – wie z.B. spezifische Genexpressionen – zu finden, die helfen, Gruppen von Patientinnen und Patienten zu identifizieren, die auf die Therapie ansprechen. Dies soll zu einer personalisierten Medizin beitragen.
Am FLLL arbeitete Thomas Bumberger im Rahmen des GEN-AU Netzwerk-Projekts Ultrasensitive Proteomics and Genomics, das vom Biophysik Institut der JKU koordiniert wird, an der automatischen Klassifizierung von grossen biologischen Datenmengen. Diese Informationen, die ursprünglich aus der Auswertung von Micro-Pattern-Biochip-Informationen mittels Bildverarbeitung gewonnen wurden, werden dann unter Einbeziehung von am FLLL vorhandener Machine Learing Software evaluiert. Das Kennenlernen und Verstehen verschiedner Learning Strategien war ein wesentlicher Aspekt des Praktikums, das von Ulrich Brandstätter und Dipl. Phys. Bettine Heise betreut wurde. Auch ein kleiner Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise von Universitätsinstituten war im Rahmen der Praktikumszeit für den Summerschool Praktikanten möglich.
Infos zu CANCERMOTISYS, Ultrasensitive Proteomics and Genomics und der GEN-AU SummerSchool 2010 finden Sie es auf www.gen-au.at.









