(openPR) Die auf den 1. Januar 2010 verdreifachte CO2-Abgabe führt zu Lieferschwierigkeiten beim Schweizer Heizölhandel. In den meisten Regionen sind die Transport-Kapazitäten bis Ende Dezember, der Gültigkeitsdauer der alten, günstigeren Abgaben, ausgebucht. Medienberichte zu diesem Thema und die für die nächsten Tage anhaltende Winterkälte verstärken die Lieferprobleme. Wenn Sie dieses Jahr noch Heizöl benötigen, brauchen Sie etwas Glück beim Finden einer Liefermöglichkeit. Einfacher wird die Situation für Lieferungen ab Januar. Ein grosser Teil der Heizöl-Lastwagen dürfte dann auf dem Hof stehen und der Chauffeur mangels Arbeit das Skiwetter in den Alpen geniessen. Das sind die direkten Folgen von CO2-Abgaben-Erhöhung. Geht es nach dem Willen der Schweizer Behörden, könnte man nun jedes Jahr dieselbe Übung durchziehen, um die gewünschte Verlagerung in andere Energieträger und Wärmedämmungs-Massnahmen herbeizuführen. Wenigstens Letzteres ist sinnvoll. Bei der Wahl eines andern Energieträgers wären die entstehenden Investitions- und Betriebskosten genau zu betrachten. Man darf davon ausgehen, dass bei einer teilweisen oder vollständigen Substitution fossiler Energieträger der Preis von Elektrizität, Gas, Windstrom oder was auch immer unmöglich günstiger werden kann. Immerhin wird heute rund die Hälfte des Schweizer Energiehaushaltes durch fossile Energieträger bestritten. Müsste dieser Energiekonsum komplett kompensiert werden, würde das zu einer enormen Nachfragesteigerung bei andern Energieformen führen. Heizöl dürfte auch in Zukunft beim Preisvergleich mit andern Energieträgern gut wegkommen. Einerseits, weil das sich ändernde Konsumverhalten in den alten Industrieländern zu einem Nachfrage-Rückgang führt. Wenn allein die USA ihren Umgang mit Energie dem alten Europa anpasst und Ihre Leichtbauhäuschen isoliert, fällt der Konsum von Brennstoff markant. Bei den Treibstoffen ist Derartiges bereits in vollem Gange, die durstigen Benzinschlucker werden in der Wirtschaftskrise durch günstigere Fortbewegungsmittel mit geringerem Verbrauch ersetzt. Die Folge ist auf dem Weltmarkt deutlich sichtbar. Einem markanten Überangebot steht ein markanter Nachfrage-Rückgang auf das Niveau von 2004 gegenüber. Die Vorratslager sind voll, die OPEC fördert weit unter den möglichen Kapazitäten. Vielleicht erleben wir vor dem ‚Peak-Oil’ doch noch den ‚Peak of demand’. Das wäre ein sehr positiver Schritt zur sinnvollen Nutzung der fossilen Energievorräte der Welt über einen langen Zeitraum.

























