(openPR) Dresden, 03.12.2009: Rund 30 gründungsinteressierte Wissenschaftler und Manager von Biotechnologieunternehmen trafen sich am 13.11.2009 im BioInnovationsZentrum Dresden zu einem Vortrag von Prof. Harvey Lodish. Der sympathische Amerikaner vom Massachusetts Institute of Technology Cambridge erzählte über seine Erfahrungen als erfolgreicher Gründer in der Biotechnologie-Branche. Lodish hob dabei als wichtige Erfolgsfaktoren ein gründungsfreundliches Umfeld und der Zugang zu ausreichend Kapital hervor. Gerade letzteres ist in Deutschland ein großes Problem für junge Unternehmensgründer in der Biotechnologiebranche. Prof. Lodish verwies außerdem auf die Bedeutung von hochkarätig besetzen Scientific Advisory Boards hin. Dieses Gremium hat strategische Bedeutung für Gründer, da sie neben der Beurteilung von Technologien, den Zugang zu Investoren und Schlüsselkunden ermöglichen können. Auf eine Frage aus dem Auditorium zum Managementteam unterstrich Lodish, dass er die Führung (CEO Position) eines Biotechnologieunternehmens immer in der Hand eines erfahrenen Betriebswirtschaftlers und nicht eines akademischen Forschers sieht.
Harvey Lodish ist weltweit führender Forscher in der molekularen Zellbiologie. Eines seiner größten Erfolge war, den Erythropoetin Rezeptor zu klonen. Erythropoetin ist ein Hormon, das die Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen im Knochenmark anregt. Aber auch im Bereich der Gründung biotechnologischer Unternehmen ist er der richtige Ansprechpartner. So gründete er selbst schon mehrere Unternehmen, so „Arris“ (heute Axys) Pharmaceuticals“, „Millennium Pharmaceuticals“ und „Cogito Learning Media“. Das wohl Bekannteste ist „Genzyme“. Genzyme hat sich seit der Gründung 1981 von einem kleinen Start-up zu einem der erfolgreichsten und prosperierendsten Unternehmen. Im Jahr 2007 wurde Genzyme die “National Medal of Technology” verliehen, die höchste vom Präsidenten der Vereinigten Staaten überreichte Auszeichnung für technische Innovationen. Zur Zeit ist Prof. Lodish wissenschaftliches Mitglied im Beirat der AstraZeneca, Genset SA, and Dyax Corporation.
Die anschließende Frage- und Diskussionsrunde wurde von Prof. Dr. Kai Simons moderiert. Er ist einer der Gründungsdirektoren des Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik. Den Abschluss des spannenden Nachmittages bildete die so genannte „Beer-Hour“ im Biotec.
Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit biosaxony, dem Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) und einem „ForMaT“ (Förderprogramm Forschung für den Markt im Team) geförderten Transferprojekt am MPI-CBG durchgeführt.














