(openPR) Entwürfe des Bremer Bildhauers zum Freiheits- und Einheitsdenkmal auf der Berliner Schlossfreiheit aus Anlass des 20. Jahrestages der friedlichen Revolution in Ostdeutschland werden vom 2. Oktober bis 15. November 2009 in der Galerie am Gendarmenmarkt gezeigt.
Eröffnung am 1. Oktober, 19 Uhr
Pressegespräch am 1. Oktober, 12 Uhr
»Am 9. November des Jahres 2007 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, dass die Bundesrepublik Deutschland zum Gedenken an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und an die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands ein Denkmal zur Freiheit und Einheit Deutschlands errichtet. Dieses soll zugleich die freiheitlichen Bestrebungen und die Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte in Erinnerung rufen und würdigen. Als Standort für das zukünftige Denkmal der Freiheit und Einheit wurde der Sockel des ehemaligen Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm I. auf der Schlossfreiheit festgelegt.«
(Auslobungstext zum Gestaltungswettbewerb)
Das Denkmal sollte im Jubiläumsjahr 2009 errichtet werden. Zu dem international ausgeschriebenen Wettbewerb wurden 532 Entwürfe eingereicht.
Am 27. und 28. April tagte die 19köpfige Jury und entschied sich, Komma den Wettbewerb abzubrechen und neu auszuloben, da keiner der eingereichten Entwürfe den gestellten Anforderungen entsprechen würde.
Inzwischen hat der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages am
2.Juli 2009 beschlossen, den Wettbewerb mit weniger inhaltlichen Vorgaben betreffs der
Geschichte deutscher Freiheits- und Einheitsbewegungen neu auszuschreiben.
Der Bremer Bildhauer Prof. Waldemar Otto hatte sich zusammen mit den Architekten Prof. Peter Lehrecke und Jakob Lehrecke am Wettbewerb beteiligt.
Gemeinsam entwickelten sie ein Konzept, das einen großen gemauerten Bogen als Einheitssymbol mit einem ausführlichen skulpturalen Bildprogramm über die historischen Kämpfe um die Freiheit und Einheit Deutschlands verbinden sollte. Damit wäre die Möglichkeit gegeben, die verschieden historischen Einheitsbestrebungen in Deutschland bildhaft darzustellen.
Die verschieden plastischen Szenarien, Reliefs und Skulpturen sollten von Bildhauern aus verschiedenen Teilen Deutschlands ausgeführt werden, was den Einheitsgedanken nachdrücklich unterstrichen hätte, allen Bestrebungen des Auseinanderdivergierens von Kunst aus West und Ost zum Trotz.
Interessant ist an diesem Entwurf auch der Gedanke, das in der Wettbewerbsausschreibung geforderte Informationszentrum in das historische Gewölbe unter der Schlossfreiheit zu verlegen.
Nach Abbruch des Wettbewerbes hat Waldemar Otto seine Entwurfsarbeit für das Freiheit- und Einheitsdenkmal fortgesetzt. Er schuf die Werkgruppe »Demonstranten« sowie Szenarien zum Thema »Nikolaikirche Leipzig« und »Alexanderplatz«, die in der Ausstellung gezeigt werden.
(30.9.2009)
Galerie am Gendarmenmarkt
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Dr. Wilfried Karger
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Über das Unternehmen
Die Galerie
Am 1. Dezember 2004 eröffnete die Galerie am Gendarmenmarkt in der Taubenstraße 20, unmittelbar am beeindruckenden historischen Architekturensemble in Berlins Mitte ihre erste Ausstellung.
Ihr Schwerpunkt ist die figürliche Skulptur, die in der Kunstgeschichte Berlins seit dem 19. Jahrhundert eigentlich eine hervorragende Rolle gespielt hat, wogegen sie heute im aktuellen Kunstgeschehen eher stiefmütterlich behandelt wird.
Die Galerie am Gendarmenmarkt knüpft an eine bedeutende künstlerische Tradition der Stadt an, an die »Berliner Bildhauerschule des 19 Jahrhunderts«, die bis in die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts mit ihrem Bemühen um die Gestaltung der menschlichen Figur in der Plastik hinein wirkte.
Die Berliner Bildhauerschule ist eine Kunstrichtung der realistischen und naturalistischen Porträt- und Denkmalskunst im 19. Jahrhundert, der etwa 400 Bildhauer angehörten.
Hier knüpft die Galerie am Gendarmenmarkt an: Werke bedeutender Bildhauer, die sich innerhalb der vielfältigen Möglichkeiten plastischen Gestaltens im 20. Jahrhunderts – wie Kubismus, Assemblage, Kinetik usw. – und besonders entgegen der Vorherrschaft des Abstraktionismus auf dem westeuropäischen Kunstmarkt nach 1945 der menschlichen Figur verschrieben haben, wie Theo Balden (1904–1995), Heinrich Drake (1903–1994), Fritz Cremer (1906–1993), René Graetz (1908–1974), Waldemar Grzimek (1918–1984), Ludwig Kasper (1893–1945), Gerhard Marcks (1889–1991), Gustav Seitz (1906–1969) und Hans Wimmer (1907–1989), sind im Bestand der Galerie bzw. Bestandteil ihrer Ausstellungstätigkeit.
Es folgt die Generation, zu der die Bildhauer Joachim Dunkel, Wieland Förster, Gerd Jaeger, Richard Heß, Sabina Grzimek, Ingeborg Hunzinger, Waldemar Otto und Karl-Heinz Krause gehören, die sich weiterhin der menschlichen Figur widmen.
In der neuen Ausstellungsreihe »Junge BildhauerInnen« beginnt die Galerie im Jahr 2008 die jüngste Generation figürlicher Bildhauerei in Berlin vorzustellen. Die Reihe beginnt mit Plastiken, Reliefs und Zeichnungen von Sarah Esser, einer Absolventin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
Das Bemühen um das Menschenbild vereint die Galerie am Gendarmenmarkt mit den Traditionen der Berliner Bildhauerschule über alle unterschiedlichen Richtungen hinweg.
Daneben widmet sich die Galerie am Gendarmenmarkt auch der Malerei jener Generation, die zunächst in der Zeit des Nationalsozialismus in die Emigration getrieben wurde und danach, entweder aufgrund der Formalismusdebatte im Osten oder wegen des entgegengesetzten Diktats der Gegenstandslosigkeit im Westen Deutschlands, nicht die ihrem künstlerischen Rang entsprechende Würdigung erfahren hat.
Ausstellungen und Werke der Maler Hermann Bachmann (1922-1995), Charles Crodel (1894–1973), Albert Hennig (1907–1098) und Carl Marx (1911–1991) stehen für diese ›verlorene‹ Generation.
Während Galerien naturgemäß auf neueste Tendenzen künstlerischer Leistungen setzen, diese erfassen und vorausschauend fördern, orientiert sich die Galerie am Gendarmenmarkt seit ihrer Gründung sowohl in der Bildhauerei als auch in der Malerei insbesondere auf die Bewahrung zeitloser, überkommener Qualitätsmaßstäbe in der bildenden Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts, auf dass diese verdienter Maßen im Blickfeld bleiben und nicht verloren gehen, auf dass jenes, was von künstlerischem Rang ist, sich behauptet gegenüber aktuellen Tendenzen einer sich im Vormarsch befindenden Eventkultur.
Ergänzt wird der Bestand der Galerie durch Werke weiterer Künstler, wie beispielsweise Manfred Butzmann, Sabine Heller, Friedrich B. Henkel, Horst Janssen (1929-1995), Wolfgang Mattheuer (1927-2002), Kerstin Seltmann, Ursula Strozynki oder Veronika Wagner.
Internet
www.galerie-am-gendarmenmarkt.com
Die PR-Beratung
Dr. Hermann Büchner berät die Galerie in Fragen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und realisiert den Internet-Auftritt. Seine Kompetenz als ›gelernter‹ Kunsthistoriker und langjährige Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Kunstvermittlung kommen ihm dabei besonders zugute. PR + WEB-DESIGN wurde 2002 gegründet und nimmt neben Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit vor allem Aufträge zur Gestaltung und Betreuung von Internet-Auftritten im Bereich Kunst und Kultur wahr. Zu den Kunden zählen bildende Künstler, Galerien, Kunsthandlungen und Kunstvereine, Rechtsanwälte und freie Autoren.
Internet
www.pr-und-web-design.de