(openPR) Die wachsende Erkenntnis, dass gesunde Mitarbeiter der unternehmerische Erfolgsfaktor sind, wird durch die Auswirkungen der Krise getrübt. Fundamentale Change-Prozesse zur Sicherung des Unternehmens schieben sich in den Vordergrund. Optimierung, Verschlankung, Auslagerung sind nur einige der Punkte, die die Agenden füllen. Doch wie sollen diese Ziele erreicht werden, wenn die Mitarbeiter hier nicht richtig eingebunden und unterstützt werden? Verunsicherung, Angst um den Arbeitsplatz, Verschlechterung des Betriebsklimas lassen die Produktivität im Unternehmen deutlich sinken. Die erhofften Verbesserungspotenziale schmelzen dahin, weil der Mitarbeiter sich nicht mehr mit dem Unternehmen identifizieren kann. Selbst wenn die Krankheitstage gering sind, heißt es nicht, dass die Leistungen steigen. Im Gegenteil! Der Präsentismus, bei dem Mitarbeiter aus mentalen oder körperlichen Gründen nicht in der Lage sind gute Leistungen zu bringen, mindert den Erfolg. Beispielsweise kostet die verminderte Konzentrationsfähigkeit der Mitarbeiter das Unternehmen 12- 25 % des gesamten Personalaufwandes.
Wie kann es dann sein, dass trotz aussagekräftigen Statistiken, die den Zusammenhang von körperlicher, mentaler und sozialer Gesundheit und Unternehmenserfolg nachweisen und ein durchschnittliches Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1:6 belegen, das Betriebliche Gesundheitsmanagement so schwer in den Unternehmen Fuß fasst? Mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement ist die systematische Integration in die Unternehmenspolitik, in Führung, Maßnahmen der Gesundheitsförderung und deren Controlling gemeint. Das Betriebsklima, die Gestaltung der Arbeitssysteme, die Qualifikation der Mitarbeiter und das Gesundheitsverhalten sollen verbessert werden. Es geht nicht um die Einzelaktionen der betrieblichen Gesundheitsförderung, die nach dem Gießkannenprinzip erfolgen, oft nur Geld kosten, kaum Akzeptanz bei den Mitarbeitern finden und somit meist nur die Personen erreichen, die aus eigener Motivation auf Bewegung, Ernährung achten und für Ausgleich sorgen.
Die Erfahrungen im Betrieblichen Gesundheitsconsulting zeigen, dass die Unternehmensleitungen oft nach dem richtigen Zeitpunkt suchen, um das Thema „Gesund arbeiten“ auf die Agenda zu nehmen. Die Auffassungen für den richtigen Zeitpunkt gehen bei Geschäftsführung und Beratern stark auseinander. Das Management ist der Meinung, dass alles in Unternehmen in geregelten Bahnen laufen muss, es keine größeren Veränderungsprojekte geben darf, bevor man Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen könne. Man befürchtet, die Mitarbeiter würden die Bemühungen des Arbeitgebers um die Gesundheit der Einzelnen falsch verstehen. Es läge der Schluss nahe, dass die Investition in die Ertüchtigung der Mitarbeiter nur dazu diene, ihre Leistungsbemessungsgrenze noch höher zu schrauben. Damit belegen Führungskräfte indirekt, dass Misstrauen vorherrscht und sie sich selbst nicht zutrauen, die Win-Win-Situation den Mitarbeitern erfolgreich zu kommunizieren. Denn eine bessere Leistungsfähigkeit hört nicht bei der Stechuhr auf, jeder profitiert auch im Privaten davon. Es ist mehr Energie vorhanden, am Feierabend etwas zu unternehmen, die Hobbies bekommen wieder mehr Raum und soziale Kontakte werden intensiver gepflegt.
Ganz realistisch betrachtet jagt im Unternehmensalltag ein Projekt das andere, kommt die nächste umfassende Veränderung bereits bevor die Auswirkungen der letzten gemessen werden können. Somit würde ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement nie auf die Agenda passen. Den Mitarbeitern jedoch deshalb ein systematisches Gesundheitsmanagement vorzuenthalten gleicht dem Verhalten, dass man, obwohl man weiß, dass ein Marathon-Lauf bevorsteht, die Teilnehmer dafür nicht trainieren lässt.
Vielleicht krankt die Einführung des BGMs auch daran, dass es nur erfolgreich sein kann, wenn die Führungskräfte wirklich dahinterstehen, wenn sie die Leitlinien Gesundheit leben. Das heißt jedoch in der Regel, es sind noch mehr Aufgaben zu bewältigen, für die die meisten keine Ausbildung haben. Die Ängste der Führungskräfte, dass sie nun auch noch Therapeut und Beichtvater werden sollen, bleiben meist unausgesprochen. Das Vorbild einer Work-Life-Balance ist bei dem Arbeitspensum schwer aufzuzeigen. Die logische Konsequenz daraus ist, dass die erste Stufe bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der Führung ansetzt. Stressmanagement, Qualifizierungen im Bereich GesundFühren und Schulungen in individualisierter Kommunikation befähigen für diese spezielle Führungsaufgabe. Ist diese Hürde genommen, lässt sich ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement leicht einführen. Die Koppelung an vorhandene Strukturen, Prozesse und Maßnahmen wie Mitarbeiterqualifizierung, KVP-Prozesse, Qualitätsmanagement und Controlling ermöglichen einen erfolgreichen Aufbau und die Beibehaltung des Systems. Die externe Begleitung für die Vorbereitung, den Projektstart und die Implementierung hat sich als äußerst zielführend bewiesen.
Der Nutzen von erfolgreichem Betrieblichen Gesundheitsmanagement ist vielfältig und liegt nicht nur auf der sozial-psychologischen Seite. Produktivitätssteigerung, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Qualitätssteigerung, Arbeitszufriedenheit, Motivation und Attraktivität als Arbeitgeber, um nur einige Aspekte zu nennen, für die es sich lohnt das Projekt „Gesund arbeiten“ zu starten. Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig sich fit für den Aufschwung zu machen und BGM ist ein unerlässlicher Baustein dafür.
iPerform, Spezialist für Gesundheitsconsulting und Gesundheitscoaching bietet Prozessberatung und andere Dienstleistungen rund um das Thema an. In Zusammenarbeit mit Dr. Angelika Limmer, Personalentwicklung und Konfliktmanagement, sind Seminare sowie die Ausbildung zum Betrieblichen Gesundheitsmanager entstanden. Einige offene Themen im Überblick:
19.09.2009 Individualisiert kommunizieren, Teil 1. Der Schlüssel zu Selbstkenntnis und dem persönlichen Erfolg. (Dr. Angelika Limmer)
23.09.2009 Erfolgsfaktor Gesundheit! Systematischer Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (Roswitha Gschwandtner)
25.09.2009 Optimales Stress- und Selbstmanagement für Unternehmer, Führungskräfte, Selbständige (Roswitha Gschwandtner)
26.09.2009 Erfolgreiches Konfliktmanagement (Dr. Angelika Limmer)
28.09.2009 Stimmcoaching für Führungskräfte und Berufssprecher (Roswitha Gschwandtner)
15.-17.10.2009 Ausbildung zu Betrieblichen Gesundheitsmanager (Beginn der 17tägigen berufsbegleitenden Ausbildung, Roswitha Gschwandtner, Dr. Angelika Limmer u.a.)
Für die Kunden wird ein individuelles Paket geschnürt, das die internen Ressourcen und Gegebenheiten des Unternehmens berücksichtigt. Bei Interesse erreichen Sie uns unter













