(openPR) Wer gesund sein will, achtet vor allem auf Herz, Leber und Magen. Dabei gibt es ein kleines Organ, das ebenfalls enorm wichtig für das allgemeine Wohlbefinden ist: die Schilddrüse. Sie hat die Form eines Schmetterlings, liegt unterhalb des Kehlkopfs an der Luftröhre, wiegt bis zu 25 Gramm und steuert mit Hormonen die Geschwindigkeit des Stoffwechsels. Wenn die Hormonproduktion aus dem Gleichgewicht gerät, bekommen die Betroffenen oft massive Beschwerden. Die BKK·VBU klärt deshalb über die Funktion der Schilddrüse und Anzeichen einer Erkrankung auf.
Überfunktion
Eine Form der dauerhaften Störung ist die Schilddrüsen-Überfunktion, bei der die Schilddrüse zu viele Hormone ausschüttet. Grund dafür ist eine Schilddrüsenautonomie. Dabei macht sich die Schilddrüse quasi „selbstständig“ und produziert unkontrolliert Schilddrüsenhormone. Eine Überfunktion kann aber auch andere Ursachen haben, wie die Autoimmunkrankheit Morbus Basedow oder - in selteneren Fällen - eine Entzündung der Schilddrüse. Typische Anzeichen für eine Überfunktion sind Gewichtsabnahme trotz Hunger, Haarausfall, Herzrasen und eine Neigung zu Schweißausbrüchen.
Unterfunktion
Wesentlich häufiger als an einer Überfunktion leiden Menschen allerdings an einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose). Das heißt, dass die Schilddrüsenhormone nicht in ausreichender Menge hergestellt werden. Experten schätzen, dass bis zu 200 Millionen Menschen weltweit mit den Folgen einer Hypothyreose zu kämpfen haben. Ursachen einer Unterfunktion können zerstörtes Schilddrüsengewebe oder eine Störung im Gehirn sein, sodass die Schilddrüse falsche Informationen erhält und deshalb zu wenige Hormone in das System schickt. Wenn Schilddrüsenhormone fehlen, läuft der ganze Organismus auf Sparflamme. Betroffene sind oft müde, antriebsarm, nehmen stark zu und haben teigige Haut. Einer Schilddrüsenunterfunktion kann durch gut dosierte Hormonzusatzpräparate relativ einfach entgegengewirkt werden. Häufig müssen Patienten diese Präparate jedoch lebenslang nehmen.
Vorbeugung
Oft wird eine Störung der Schilddrüse lange nicht erkannt, denn die Beschwerden sind zunächst oft nicht so dramatisch. Eine wichtige Rolle kommt deshalb den Vorsorgeuntersuchungen zu. Denn je früher eine Über- oder Unterfunktion entdeckt wird, desto besser kann sie behandelt werden.
Um einer Schilddrüsenerkrankung vorzubeugen, sollte ein gesunder Erwachsener täglich 180 bis 200 Mikrogramm Jod zu sich nehmen. „Jod ist besonders in Seefisch, Meeresfrüchten und Milchprodukten enthalten“, erklärt Astrid Salomon, Präventionsbeauftragte der BKK·VBU. „Natürlich kann die Jodzufuhr auch über jodiertes Speisesalz erfolgen.“ Experten schätzen, dass Jodmangel bei rund 30 Prozent aller Bundesbürger bereits zu einer Vergrößerung der Schilddrüse geführt hat. Patienten, die unter einer Schilddrüsenunterfunktion infolge einer Autoimmunthyreoiditis leiden, müssen dagegen Jod in hohen Konzentrationen meiden.
Mehr Informationen zur Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen und einen Selbsttestbogen finden Interessierte auf www.meine-krankenkasse.de im Bereich Gesundheitsthemen. Diese Infoblätter können auch am 24-h-Servicetelefon unter 01802 - 31 31 72* kostenfrei abgefordert werden.
* 6 Cent je Anruf/Festnetz - Mobil ggf. abweichend




