openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Expertenrunde zur Neuorganisation der SGB II-Arbeitsverwaltung

31.07.200914:23 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Zukunft der ARGEn und Optionskommunen: Mit großer Sorge sieht die komba gewerkschaft die Unzufriedenheit der Kolleginnen und Kollegen in den ARGEn, die dadurch zunehmenden Abwanderungstendenzen qualifizierten Personals und die steigende Gewalt gegen die Beschäftigten in deren Arbeitsalltag.

Die komba gewerkschaft hat sich daher in einer Expertenrunde - bestehend aus Mitarbeitern und Geschäftsführern von ARGEn und Optionskommunen - der Diskussion über noch mögliche Korridore bei einer Neuorganisation des SGB II-Vollzuges und der Zukunft der ARGEn und Optionskommunen gestellt. Dieser Korridor stellt sich im Ergebnis als sehr eng dar. Denn alle Organisationsmodelle, für die Verfassungsänderungen erforderlich wären, sind nach Einschätzung der komba gewerkschaft nicht erreichbar.

Von Seiten der komba gewerkschaft wird jedoch die Möglichkeit der Bundesauftragsverwaltung, durch die der Bund den Ländern zunächst den Aufgabenvollzug in diesem Bereich überträgt (Art. 83 GG), als gangbare Lösung gesehen. Dies jedoch nur, soweit in Folge gesichert ist, dass die Länder ihrerseits diese Aufgaben durch entsprechende Ausführungsgesetze weiter an die Kommunen übertragen.

Als interessanter Vorschlag wird von der komba gewerkschaft das von Professor Thomas Heilmann (CDU Berlin) entwickelte Modell des „Berliner Weges“ gewertet. In einem gemeinsamen Gespräch am 26. August 2009 werden die komba gewerkschaft und Professor Heilmann den Austausch über die jeweiligen Lösungsansätze vertiefen.

„Die Situation in den ARGEn und für die Hilfeempfänger wird nicht besser, wenn weiterhin qualifiziertes Personal aus Frust und Resignation abwandert“, so komba Bundesvorsitzender Heinz Ossenkamp. „Die Flut der Gesetzesänderungen seit In-Kraft-Treten des SGB II erzeugt eine Rechtsunsicherheit bei den Beschäftigten, die bei der ohnehin schon bestehenden Arbeitsbelastung kaum noch eine effiziente und unbürokratische Aufgabenerledigung ermöglicht. Ein bezeichnendes Beispiel ist unter anderem das komplizierte Antragsverfahren - der ursprünglich sechsseitige Sozialhilfeantrag ist bis heute zum 30seitigen Hartz IV-Antrag mutiert. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden!“ Das vollständige Positionspapier ist unter www.komba.de nachzulesen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 335351
 1141

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Expertenrunde zur Neuorganisation der SGB II-Arbeitsverwaltung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von komba gewerkschaft

Bild: komba gewerkschaft: Demografischen Wandel als Innovationsprozess begreifenBild: komba gewerkschaft: Demografischen Wandel als Innovationsprozess begreifen
komba gewerkschaft: Demografischen Wandel als Innovationsprozess begreifen
Kommunalfinanzen, altersgerechtes Leben, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie Schulträgeraufgaben werden die wichtigsten und gleichzeitig herausforderndsten kommunalen Handlungsfelder der Zukunft sein. Öffentliche Verwaltung nicht als Zustand sondern als Prozess begreifen Berlin, 4. November 2013. „Wir dürfen uns von den sich abzeichnenden Entwicklungen in der Altersstruktur unserer Gesellschaft nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern müssen den demografischen Wandel als Innovationsprozess begreifen, der uns zahlreiche neue Chancen und…
Bild: Tarifeinigung von dbb beamtenbund & tarifunion & komba gewerkschaft bei AGS Airport Ground Service GmbHBild: Tarifeinigung von dbb beamtenbund & tarifunion & komba gewerkschaft bei AGS Airport Ground Service GmbH
Tarifeinigung von dbb beamtenbund & tarifunion & komba gewerkschaft bei AGS Airport Ground Service GmbH
Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft, stellt bei offener Veranstaltung der BTBkomba Ortsfachgruppe Flughafen Stuttgart am Donnerstagnachmittag (13. Juni 2013) Eckpunkte der Einigung vor. Der ebenfalls geladene Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, zeigt sich erfreut, über den endlich erreichten Verbesserungen für die fast 200 Beschäftigten beim Bodenverkehrsdienstleister. Die grün-rote Landesregierung hatte aktiv die komba Tarifverhandlungen seit 2012 unterstützt. Stuttgart, 13. Juni 2013. Obwohl die Tar…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Der Sozialticker informiert: Schulmaterial, Lernmittel für Hartz IV EmpfängerBild: Der Sozialticker informiert: Schulmaterial, Lernmittel für Hartz IV Empfänger
Der Sozialticker informiert: Schulmaterial, Lernmittel für Hartz IV Empfänger
LSG NRW L 9 B 32/06 AS vom 07.08.2006 Da der Gesetzgeber für die Beschaffung von Lernmitteln keine gesonderte Anspruchsgrundlage im SGB II festgelegt hat, kann sich ein Anspruch auf Leistungen zu deren Beschaffung nur daraus ergeben, dass die vom Gesetzgeber vorgesehenen Regelleistungen der Höhe nach verfasssungsrechtlichen Anforderungen nicht genügt, …
Verlegenheitslösung auf dem Rücken der Kommunalbeschäftigten statt klarer Kompetenzverteilung wird abgelehnt
Verlegenheitslösung auf dem Rücken der Kommunalbeschäftigten statt klarer Kompetenzverteilung wird abgelehnt
Gesetzesinitiative zur Neuorganisation SGB II „Kritisch und mit vielen offenen Fragen versehen“, so bewertet die komba gewerkschaft sowohl die geplante Verfassungsänderung als auch das Organisationsgesetz zur Neuordnung der Arbeitsgemeinschaften und Optionskommunen. Vor allem die durch Gesetz zwangsweise Abordnung des bisherigen Kommunalpersonals zum …
Hartz IV - Gute Basis für Betreuung der Langzeitarbeitslosen
Hartz IV - Gute Basis für Betreuung der Langzeitarbeitslosen
Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat den gestrigen Beschluss der Arbeits- und Sozialminister der Länder zur Neuorganisation des SGB II (Hartz IV) grundsätzlich begrüßt. DLT-Präsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz) sagte, dass mit der verfassungsrechtlichen Absicherung der Kooperation von Bund und Kommunen und der ebenfalls verfassungsrechtlichen …
Bild: Bundesagentur für Arbeit fällt aus der RolleBild: Bundesagentur für Arbeit fällt aus der Rolle
Bundesagentur für Arbeit fällt aus der Rolle
… und tendenziös anzusehen“, so DLT-Präsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz). „Der Bericht verfolgt einzig und allein den Zweck, in der jetzigen Diskussion um die Neuorganisation der Verwaltung für die Langzeitarbeitslosen die Position der Bundesagentur zu stärken, in dem sie eigene Erfolge bei der Arbeitsvermittlung verkündet und die Arbeit der …
Bild: Landkreistag zu den Eckpunkten des BMAS zur Neuorganisation von Hartz IVBild: Landkreistag zu den Eckpunkten des BMAS zur Neuorganisation von Hartz IV
Landkreistag zu den Eckpunkten des BMAS zur Neuorganisation von Hartz IV
… Schläuchen: Bei der Option eine Mogelpackung – bei der ARGE kein Problem gelöst Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat die heute vorgestellten Eckpunkte des Bundesarbeitsministers zur Neuorganisation im SGB II (Hartz IV) kritisiert. DLT-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke bezeichnete den Vorschlag als „alten Wein in neuen Schläuchen“ und lehnte ihn …
Neuorganisation des SGB II
Neuorganisation des SGB II
Software für ARGEn, Optionskommunen und Kommunen in getrennter Trägerschaft - kostenlos für Betroffene in der Umstrukturierungsphase Im Rahmen der Neuorganisation der Leistungsträgerschaft im SGB II stellt die Dortmunder Lämmerzahl GmbH ARGEn, Optionskommunen und Kommunen in getrennter Trägerschaft seine Software LÄMMkom für das SGB II kostenlos bereit. …
Kommunen müssen Softwarehoheit behalten
Kommunen müssen Softwarehoheit behalten
… aufbauorganisatorischen Lösungen unabhängig. Zudem können die Daten unter Berücksichtigung des Datenschutzes für vielfältige insbesondere planerische Aufgaben der Kommunen genutzt werden. „Wir sehen die anstehende Neuorganisation des SGB II auch als Chance, die Daten rund um das SGB II wieder zu den Kommunen zurückzubringen. Gelingen kann dies, wenn die …
Bild: Keine Einschränkung von Gestaltungsspielräumen bei Hartz IVBild: Keine Einschränkung von Gestaltungsspielräumen bei Hartz IV
Keine Einschränkung von Gestaltungsspielräumen bei Hartz IV
… ihres heutigen Treffens in Berlin haben die 69 Optionskommunen und der Deutsche Landkreistag (DLT) gemeinsam deutlich gemacht, dass im Zuge der laufenden Beratungen über die Neuorganisation von Hartz IV das Ziel der Leistungen aus einer Hand nicht aufgegeben werden dürfe und kommunale Gestaltungsspielräume gewährleistet werden müssten. Zudem sei bei der …
Bild: Landkreistag zur hessischen Initiative zur Neuorganisation von Hartz IVBild: Landkreistag zur hessischen Initiative zur Neuorganisation von Hartz IV
Landkreistag zur hessischen Initiative zur Neuorganisation von Hartz IV
… Ausweitbarkeit des Optionsmodells stößt auf Zustimmung der Landkreise Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat den heute vorgestellten Gesetzentwurf des hessischen Sozialministeriums zur Neuorganisation im SGB II (Hartz IV) grundsätzlich begrüßt. DLT-Präsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz) hob hervor, dass damit ein konkreter Regelungsvorschlag …
Bild: Landräte würden sich für Betreuung von Langzeitarbeitslosen in Eigenregie entscheiden, wenn sie dürftenBild: Landräte würden sich für Betreuung von Langzeitarbeitslosen in Eigenregie entscheiden, wenn sie dürften
Landräte würden sich für Betreuung von Langzeitarbeitslosen in Eigenregie entscheiden, wenn sie dürften
… (Südwestpfalz) ist erfreut über die große Zahl der potenziellen Interessenten und sieht seine Forderung nach einer kommunalen Gesamtträgerschaft bestätigt: „Eine große Chance der Neuorganisation der Hartz IV-Verwaltung besteht darin, endlich Leistungen aus einer Hand und durch einen Träger anzubieten. Statt die Arbeitsgemeinschaften durch das Konzept des …
Sie lesen gerade: Expertenrunde zur Neuorganisation der SGB II-Arbeitsverwaltung