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Organspende im ersten Halbjahr leicht gestiegen

23.07.200915:18 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Mangel an Organen ist nach wie vor dramatisch

Frankfurt am Main, 23. Juli 2009. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind die Organspendezahlen wieder gestiegen. Der Höchststand von 2007 konnte jedoch nicht erreicht werden. Bundesweit haben 623* Menschen im ersten Halbjahr nach ihrem Tod Organe gespendet. Das sind 37 Spender mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit stieg die Zahl der zur Verfügung stehenden Organe leicht von 1.923 auf 1.981. In den ersten sechs Monaten wurden 2.047 Transplantationen durchgeführt, im ersten Halbjahr 2008 waren es nur 1.984.



Der Medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Professor Dr. Günter Kirste, bewertet die Situation nach wie vor kritisch: „Es wäre falsch, den leichten Aufwärtstrend jetzt zu optimistisch einzuschätzen. Wir haben noch nicht das Niveau von 2007 erreicht.“ Erst am Jahresende werde sich zeigen, ob sich die Organspendezahlen stabilisieren und kontinuierlich steigen. Es müsse daher weiterhin alles getan werden, um den schwerkranken Patienten auf der Warteliste zu helfen. Positiv hebt die DSO vor allem die Entwicklungen in den Regionen Bayern, Mitte und Nord hervor, die ihre Organspendezahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr verbessern konnten. Die Region Nordrhein-Westfalen konnte, wie schon im Vorjahr, erneut eine Steigerung erzielen.

Nur rund einem Drittel der bundesweit etwa 12.000 wartenden Patienten kann jährlich die Chance auf ein neues Leben geschenkt werden. Aus diesem Grund appelliert die DSO an die Spendebereitschaft jedes Einzelnen: „Es ist wichtig, über Organspende nachzudenken, eine Entscheidung zu treffen und sie den Angehörigen auch mitzuteilen“, betont Dr. Thomas Beck, Kaufmännischer Vorstand der DSO. Viele Menschen haben dies bereits getan, aber noch lange nicht alle.

Laut einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stehen zwar über 80 Prozent der Deutschen der Organspende positiv gegenüber, doch nur 17 Prozent haben einen Organspendeausweis. Dabei kann jede Organspende einem der vielen Patienten helfen, die zwischen Hoffung und Verzweiflung auf ein lebensrettendes Organ warten. Auch an die Krankenhäuser richtet sich der Appell, sich stärker für Organspende einzusetzen.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. Sie unterstützt die Krankenhäuser Organspenden durchzuführen und stimmt die Zusammenarbeit mit der internationalen Vermittlungsstelle für Spenderorgane (Eurotransplant) und den rund 50 Transplantationszentren in Deutschland ab.



* alle Zahlen aus dem Jahr 2009 sind vorläufige Zahlen

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