(openPR) Am gestrigen Samstag hat auf dem Frankfurter Römerberg eine Demonstration zur Unterstützung der liberalen Kräfte im Iran stattgefunden. Mehr als 1.000 Menschen haben sich versammelt, um den Verfechtern der Menschenrechte im Iran ihre Unterstützung zu signalisieren.
Die Ortsgemeinschaft 1 der FDP Frankfurt unterstützt die Forderungen der iranischen Bevölkerung nach freien Wahlen, freier Meinungsäußerung, Pressefreiheit, Gleichberechtigung, Gleichbehandlung, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Reisefreiheit.
Wir möchten uns bei den Organisatoren der Veranstaltung bedanken und bitten gleichzeitig, es nicht bei dieser einen Großveranstaltung in Frankfurt zu belassen.
Wir fordern, die Kundgebungen nach dem Vorbild der Leipziger Montagsdemonstrationen wöchentlich stattfinden zu lassen, solange bis die Forderungen der Demonstranten nach Einhaltung ihrer Menschenrechte durchgesetzt sind. Die Ortsgemeinschaft 1 der FDP Frankfurt sagt den Organisatoren dazu ihre Unterstützung zu.
Die Organisatoren werden auch gebeten, bei der Auswahl der Redner ausgewogener und genauer zu selektieren. Es kann nicht sein, dass eine Partei auf einer Kundgebung für Menschenrechte vertreten wird, deren Vorgängerpartei Jahrzehnte lang selbst für Terror stand. „Da wird der Bock zum Gärtner gemacht!“, so Konstantinos Holzer, Vorsitzender Ortsgemeinschaft 1 der FDP Frankfurt.
Des Weiteren fordert die Ortsgemeinschaft alle Bürger auf, sich mit den Kämpfern für Menschenrechte zu solidarisieren und für deren Forderungen mit auf die Straße zu gehen. „Ein großer Teil der Deutschen weiß noch, wie es ist, in einer Diktatur zu leben. Dieses Leben unter Repressionen in allen Lebensbereichen ist menschenunwürdig. Die iranische Regierung muss insbesondere das Recht auf friedlichen Protest gegen Wahlmanipulationen respektieren“, so Stephan Korte, FDP-Ortsbeirat im Ortsbezirk 1.
Insbesondere werden diejenigen unserer Mitbürger, welche neben deutschen auch Wurzeln in einem anderen Kulturkreis haben, aufgefordert sich den Forderungen für Menschenrechte im Iran anzuschließen. Gerade Portugiesen, Spanier, Griechen, Südamerikaner und Osteuropäer in Frankfurt sollten sich daran erinnern, dass auch Ihre Länder vom Terror regiert wurden. Auf deutschen Straßen und den Straßen vieler europäischer Städte ist während der Diktaturen in Portugal, Spanien, Griechenland, den südamerikanischen und osteuropäischen Staaten für die Einhaltung der Menschenrechte demonstriert worden. Es ist an der Zeit einen Teil der Unterstützung zurück zu geben.
Unsere iranischen Nachbarn hier in Frankfurt leben in der ständigen Angst, wenn das Telefon klingelt oder eine E-Mail aufgemacht wird, dass einer ihrer Verwandten oder Freunde ein neues Opfer der Diktatur geworden ist. Es ist dieselbe Angst, die viele Deutsche und Nichtdeutsche in dieser Stadt haben mussten, als in ihrem Land der Terror herrschte. Deshalb ist es wichtig, dass wir alle für die Freiheitskämpfer im Iran auf die Straße gehen und auch unseren hier ansässigen iranischen Freunden und Nachbarn zeigen, dass wir bei ihnen sind.
Natürlich interessiert es keinen Diktator, wenn im Ausland Menschen gegen ihn auf die Straßen gehen. Das Ziel ist nicht, die Aufmerksamkeit eines Diktators auf den Protest zu ziehen. Ziel ist es, den Freiheitskämpfern im Iran zu zeigen, dass wir in Gedanken bei ihnen sind. Wir versammeln uns, nutzen die Pressefreiheit für eine unabhängige Berichterstattung und wir äußern unsere Meinung frei. Wir zeigen dem iranischen Volk, worauf es sich nach dem Umbruch freuen kann. Wir geben ihnen den Mut weiter zu machen.
Konstantinos Holzer: „Meine Mutter stammt aus Griechenland. Auch in Griechenland gab es zwischen 1967 und 1974 eine Militärdiktatur. Viele Griechen der Diaspora haben sich in europäischen Städten zu Demonstrationen versammelt, um gegen die Papadopoulos Junta zu kämpfen. Die Befreiung Griechenlands wurde aber letztlich auf den Straßen in Griechenland entschieden. Aus Gesprächen mit Freiheitskämpfern in Griechenland weiß ich jedoch, wie wichtig für sie die moralische Unterstützung aus dem Ausland war. Auch wenn Griechen und Iraner im Lauf der Geschichte kleinere Differenzen hatten, sehe ich doch Parallelen, denn auch der Iran wird zu Rechtstaatlichkeit und Menschenrechten zurück finden. Das Regime Ahmadineschad wird nicht überleben. Der Terror wird nicht siegen!“












