(openPR) Ein Mann auf dem Weg nach oben. Friedrich Merz soll´s richten. EU-Kommissar als Endstation Sehnsucht oder Zwischenlager auf dem Weg zum Präsidenten? Wolfgang Schäuble jedenfalls hält das für eine gute Idee. Da spekuliert schon so mancher brave Christdemokrat, ob das die späte Rache an der Kanzlerin werden soll. Von beiden Merkel geschädigten.
Das steuerpolitische Spezial-Dragee der Unionsfraktion scheint offensichtlich für alle Posten geeignet. Bis hin zum Kommissar für Landwirtschaft. Ein Merz für Rinder? Tröstlich dabei, in der Position kann man selbst mit bestem Willen nichts mehr durcheinander bringen. Seit die bayrische CSU-Geheimwaffe, Wadenbeißer Eddie The Beagle, mit großem Elan die Euro-Bürokraten bekämpft, erwartet die EU schon bibbernd den nächsten vernichtenden Schlag. Jetzt legt die CDU nach. Bierdeckelfreund Merz soll Europa den Todesstoß versetzen. Die Zwillingsschwestern üben Doppelstrategie. Von langer Hand geplant.
Merz hatte seine Bewerbungsschrift MEHR KAPITALISMUS WAGEN bereits im letzten Herbst vorgelegt. Die war so brillant formuliert, dass die Zeitung, hinter der nach eigenem Bekunden immer ein kluger Kopf steckt, geradezu ins Schwärmen geriet. Sie stufte das Buch als echtes Risikopapier ein und empfahl es für die Resterampe als Scherzartikel für entlassene Banker. Dieser Merz-Artikel prädestinierte seinen Namensgeber endgültig zum designierten finalen Wirtschaftskommissar. Schon zu Zeiten als Merkel-Vorgänger in der Bundestagsfraktion genoss er ob seiner kritischen Haltung zum Streikrecht das Wohlwollen der Wirtschaft. Auch als noch einzuführender europäischer Gesundheitskommissar gäbe er sicher eine exzellente Figur ab. Empfehlen die Quacksalber des Neoliberalismus doch eine erhöhte Dosis der Medizin, die bisher noch immer versagt hat. Alles in Allem. Wenn Europa etwas ganz sicher nicht braucht, dann einen EU-Kommissar Merz.











