(openPR) Die demokratischen Parteien scheinen sich in einem Punkt einig zu sein. Sie sehen in der rechtsextremen NPD eine Gefahr für die Demokratie. Ihrern Wiedereinzug in das Landesparlament wollen sie auf jeden Fall verhindern.
Während SPD, Grüne, Die Linke und FDP auch ernstmachen, steht einzig die CDU noch abseits. Der ehemalige Ministerpräsident Kurt Biedenkopf wurde nicht nur von Sachsens DGB-Chef Hanja Lucassen heftig dafür gerüffelt, dass er sich verharmlosend über die NPD geäußert habe. Auch CDU-Generalsekretär Michael Kretschmar will den Rechtsextremen im Wahlkampf "Nicht über Gebühr Beachtung schenken."
Dabei ist auch die eigene Partei vor Attacken nicht gefeit. Besonders heftig treibt es die NPD und eine mit ihr verbandelte so genannte Kameradschaft im Wahlkreis Döbeln. Dort hat man sich zwar den jungen SPD-Kandidaten Henning Homann (29) zum Hauptfeind erkoren, weil sich der landesweit einen Namen als Gegner des Rechtsextremismus gemacht hat, jedoch wurden auch CDU-Großflächenplakate mit Naziparolen beschmiert.
Die demokratischen Parteien stehen nicht alleine da, wenn es darum geht, sich aktiv gegen Neonazis zu engagieren. Gleich eine ganze Reihe von Vereinen und Initiativen haben sich unter dem Motto "Meine Stimme gegen Nazis" zusammengefunden.
Bis zur Landtagswahl am 30. August wird die Kampagne in mehreren Orten in Sachsen vorgestellt. Mit Konzerten, einem antirassistischen Fußball-Turnier und Informationsständen sollen die Bürger aufgefordert werden, couragiert gegen Nazis sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung im Alltag vorzugehen. Die Initiative wird unterstützt vom Präsidenten des Deutschen Fußball-Bunds, Theo Zwanziger, der Künstlerin Noah Sow sowie dem Pfarrer der Dresdner Frauenkirche Sebastian Feydt. .
Demselben Ziel hat sich die Kampagne «Kein Bock auf Nazis» verschrieben. Die verteilt seit vergangenem Montag 10 000 kostenlose Musik-CDs an sächsische Jugendliche.












