(openPR) 22.03.2004 - Anlässlich der Verleihung des Außerordentlichen Karlspreises an Seine Heiligkeit Papst Johannes Paul II. sandte Bundeskanzler Gerhard Schröder ihm folgendes Glückwunschschreiben .
Eure Heiligkeit,
zu meiner großen Freude wird Ihnen am 24. März der Außerordentliche Karlspreis verliehen. Ich gratuliere Ihnen dazu sehr herzlich.
Der 1. Mai dieses Jahres ist ein historisches Datum. Die schmerzvolle Teilung des europäischen Kontinents ist beendet. Wir werden zehn neue - zumeist mittel- und osteuropäische - Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union begrüßen. Der Glaube, der viele Menschen gerade in Ihrem Heimatland beseelt, gab den Bürgern den Mut und die Kraft, das kommunistische Regime zu überwinden und schwierige Reformen durchzuführen.
Es ist Ihr außerordentliches Verdienst als Oberhaupt der katholischen Kirche wie als Staatsmann wegweisend zu dieser friedlichen Wiedervereinigung Europas beigetragen zu haben. Sie haben unermüdlich die Begegnung gesucht, Grenzen überwunden, den Dialog gefördert und damit maßgeblich als Brückenbauer zwischen West und Ost gewirkt. Ihr klares Eintreten für den Frieden, für Menschenrechte, Solidarität und soziale Gerechtigkeit hat politische Entwicklungen in vielfacher Weise beeinflusst.
Mit der angestrebten Europäischen Verfassung wollen wir der erweiterten Europäischen Union eine solide Grundlage geben. Damit haben die nachfolgenden Generationen und die Jugend, die Ihnen so am Herzen liegt, eine sichere Basis, um den beschrittenen Weg in Frieden und Wohlstand weiterzugehen.
Möge die Kraft, die Sie zum Wohle der Völker Europas eingesetzt haben, Ihnen noch lange erhalten bleiben.
Mit meinen besten Wünschen
Gerhard Schröder
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
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