(openPR) Im Laufe des Jahres werden fast alle Legehennen in Deutschland aus ihren Käfigen in die Boden-, Freiland- und Biohaltung entlassen. Die neuen Käfige, auch beschönigend „Kleingruppen“ genannt, werden nur ein Nischendasein fristen.
Zu diesen Ostern werden noch viele Eier aus der längst verpönten Käfighaltung stammen. Aber schon nach den Feiertagen nimmt ein Umbau Fahrt auf, wie ihn die deutsche Eierproduktion noch nicht erlebt hat. Denn alle großen Supermarktketten haben ihre Produzenten aufgefordert, möglichst vor Ende des Jahres nur noch Eier aus alternativen Haltungsformen zu liefern. Damit ist das Schicksal der Kleingruppenkäfige besiegelt.
„Die Kleingruppenhaltung hätte sich nur gelohnt, wenn der Einzelhandel die neuen Käfigeier ins Sortiment aufgenommen hätte“, erklärt Mahi Klosterhalfen, Vizepräsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. Die verarbeitende Industrie hat kein Interesse an den Kleingruppeneiern, da sie deutlich teurer sind als Eier aus herkömmlichen Käfigen. „Hersteller von Gebäck, Eiernudeln und anderen Produkten entscheiden sich jetzt entweder für Boden- und Freilandeier, oder sie importieren billige Käfigware aus dem Ausland“, erläutert Klosterhalfen weiter.
Dass vor allem letzteres nicht eintritt, ist Tierschützern ein großes Anliegen. Im Supermarkt hat sich der Verbraucher zuletzt immer stärker gegen die Käfighaltung ausgesprochen. „Auch in der Gastronomie sowie in Gebäck und Co. will niemand mehr Käfigeier untergejubelt kriegen. Firmen, die das nicht verstehen, machen sich bei Tierschutzorganisationen und nicht zuletzt auch bei ihren Kunden schnell unbeliebt“, gibt Klosterhalfen einen Vorgeschmack auf die weitere Kampagnenarbeit.
Bevor es damit aber losgeht, feiern Tierschützer zum ersten Mal seit langer Zeit ein geruhsames Osterfest. Schließlich ist der deutschen Tierschutzbewegung mit dem massiven Abbau der Käfighaltung der größte Erfolg seit vielen Jahren gelungen.







