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Den Wert von "Bio" erhalten

24.11.201613:13 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Vohburg, November 2016 – Immer schneller dreht sich das Konsumrad in Sachen Bio. Je trendiger der Kauf von Biolebensmitteln wird, umso mehr treten die anfänglichen Ziele der Biobewegung in den Hintergrund. Sicher, eine Professionalisierung der Branche war nötig, um im Markt ernsthaft Fuß zu fassen, aber das darf nicht dazu führen, konventionelle Strukturen der schnellen und billigen Produktion wegen gut zu heißen.



Besonders auffällig ist diese Entwicklung im Bereich der Bio-Tierhaltung. Während ehrliche Biobauern in erster Linie das Tierwohl im Vordergrund sehen, nutzen andere die Möglichkeiten der EU-Bio-Verordnung und produzieren in Masse. Auf den Produkten steht dann ebenfalls „Bio“ und für den Verbraucher ist es kaum erkennbar, für welches „Bio“ er nun mehr Geld ausgibt.

Das sind Gründe, warum die Bauern der Biohennen AG fordern, in der EU-Bio-Verordnung nun endlich eine klare Definition von einem Legehennenstall festzuschreiben. Bisher ist zwar eine Obergrenze von 3.000 Legehennen pro Herde und Stall vorgeschrieben, aber der Stall kann auch ein durch Sichtblenden unterteiltes Stallabteil sein und somit können durchaus 30.000 Hennen unter einem Dach leben.

Absichtserklärungen von Politikern gibt es genügend. So erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einer Pressemeldung: „Wir brauchen eine bäuerliche Tierhaltung, keine industrielle. Daher halte ich die aktuelle Auslegung der EU-Öko-Verordnung, in einem Gebäude mehrere Stallabteile mit je 3.000 Legehennen unterzubringen, für nicht zielführend.“ Auch der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer fordert Maßnahmen der EU gegen Massenställe in der Bio-Geflügelhaltung. Ein Stall müsse künftig bei der Begriffsdefinition einem Gebäude entsprechen und dürfe auch nicht mehr als 3.000 Bio-Legehennen beherbergen.

Allerdings ist eigentlich mit der EU-Richtlinie „3.000 Legehennen pro Stall“ schon klar ausgedrückt, was rechtens ist, aber Stallabteile werden stillschweigen hingenommen. Der Grund dafür sind die großen Eierproduzenten, die in der Sparte „Bio“ einen lukrativen Wirtschaftszweig sehen. Sie bedienen mit der in „Bio“-Massenställen erzeugten „Bio“-Massenware hauptsächlich Discounter mit billigen Bioeiern. Das von Discountern gern auf die Werbefahne geschriebene Tierwohl bleibt dabei außen vor.

Sigi Rettermeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Biohennen AG, hat dazu eine klare Aussage: „Bäuerliche Legehennenhaltung heißt, die Haltung dem Bedürfnis des Tieres anzupassen und nicht, wie in Großställen per Knopfdruck Futter und Wasser abzugeben und ebenso automatisiert die Eier abzuholen. Wir Bauern fordern, dass endlich der Stall als Gebäude und nicht als Abteil in der EU-Bio-VO festgeschrieben wird.“

Eine Forderung, die die Erzeugung von Bio-Eiern für den Verbraucher wieder transparenter machen und den Wert von Bio-Lebensmitteln festigen würde. Und viele Bio-Legehennen würden mit einer solchen Entscheidung ein Leben führen, das den Ansprüchen der Tierwohl-Kampagne gerecht wird.

+++

24.11.2016/elisabeth schütze

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