(openPR) Vohburg, 8.2.2017 – Hahn-Henne-Ei – unter diesem Motto stehen die Projekte der Biohennen AG zur Vermeidung der Tötung männlicher Legeküken und sinnvolle Verwendung der Hähne in einem natürlichen Kreislauf.
Ab Januar 2017 sind nun die Hahn-Henne-Ei-Eier wieder im Handel. Mit diesem Produkt wird garantiert, dass die männlichen Geschwister der Legehennen nicht getötet werden. Biohennen-Bauer Hans Limmer
wird die erste Herde Legehennen einstallen. Die männlichen Küken wachsen in biologischer Haltung auf und werden von einem namhaften Verarbeiter zu wertvoller Bio-Nahrung verarbeitet.
Da die Fleischproduktion auf Grund des höheren Aufwandes – mehr Futter, längere Mastzeiten etc. – kostenintensiv ist, wird das Leben der Hähne durch die Eier subventioniert. Ähnlich anderen Kooperationen, wie z.B. der Bruderhahn Initiative, wird das Ei um den Subventionsbetrag teurer. Das ist allerdings ein kleiner, im Cent-Bereich liegender, Beitrag für ein tiergerechtes Hähnchenleben.
Für das Hahn-Henne-Ei Projekt gibt es darüber hinaus eine neue Verpackung. Sie ist aus 50% natürlicher Grasfaser und FSC zertifiziert. Damit wird die Verpackung nicht nur äußerlich grüner.
Im Moment setzen die Bauern der Biohennen AG wie ihre österreichischen Nachbarn noch auf die weiß befiederten Hühner „Sandy“. In Österreich wurde bereits 2016 die Tötung von Eintagsküken im Biobereich verboten. Mit dem „Zweinutzungshuhn“ Sandy ist auch in Deutschland ein erster Schritt gegen die millionenfache Kükentötung getan.
Dennoch besteht bei den Bauern der Biohennen AG nach wie vor das hohe Ziel: Die Weiterentwicklung eines Rasse-Zweinutzungshuhns aus eigener landwirtschaftlicher Zucht, um damit die Unabhängigkeit von großen Zuchtkonzernen zu erreichen. Auf diese Weise könnte dann die Legehennenhaltung im natürlichen Kreislauf, mit der Nutzung der Hähne, in bäuerlicher Hand bleiben.
Die ersten Ergebnisse mit der Rasse Les Bleues, die Eier- und besonders die Fleischqualität betreffend, waren erfolgreich. Trotzdem bleibt noch ein weiter Weg für eine flächendeckende und wirtschaftliche Nutzung dieser Zweinutzungsrasse.












