(openPR) Mit Fassungslosigkeit nimmt die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat den Beschluss vom gestrigen Kulturausschuss zur Kenntnis. Ein Platz in der Nähe des Rosa-Luxemburg-Denkmals am Talknoten wurde mit Stimmen der Linken, der Grünen und der SPD in "Rosa-Luxemburg-Platz" umbenannt. Die Vertreter der CDU-Fraktion haben dieser Vorlage nicht zugestimmt.
Der kulturpolitische Sprecher Joachim Kaiser erklärte dazu: "Es gibt eine Rosa-Luxemburg-Straße in Erfurt, dass ist ausreichend, es muss nicht noch ein Platz benannt werden. Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann sind Persönlichkeiten, die in keinster Weise zur demokratischen Entwicklung in Deutschland beigetragen haben. Der Blutzoll, den beide entrichtet haben, hat uns immer daran gehindert die Straßennamen in Frage zu stellen. Aus diesen Gründen haben wir der Vorlage nicht zugestimmt, um die kommunistische Plattform in Erfurt nicht wieder zu vergrößern."
Die Straßennamenkommission hat den Vorschlag der Linken zur Umbenennung des Platzes, welcher eigentlich nur eine Straßenkreuzung ist, ebenfalls abgelehnt, da eine Benennung von Kreuzungsbereichen nicht üblich ist.
Dazu erklärte der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat Thomas Pfistner: "Ich bin fassungslos darüber, dass in der Landeshauptstadt Erfurt, kommunistische Persönlichkeiten mehrfach in dieser Form berücksichtigt werden. Statt dessen sollte man lieber Persönlichkeiten benennen, die in den Jahren 1989/90 Verdienste um die demokratische Entwicklung des Freistaates Thüringen aufzuweisen haben."









