(openPR) Die Bank vollziehe damit einen weiteren Schritt, um das Vertrauen wiederherzustellen, teilte UBS am Donnerstag mit. Marcel Rohner sei zurückgetreten.
Grübel sagte laut einer Mitteilung, er sei überzeugt, dass es auf dem Schweizer Finanzplatz mehr als eine globale Großbank brauche.
Der neue Chef blickt auf eine fast vierzigjährige Karriere bei Credit Suisse, der Nummer zwei in der Schweiz, zurück. Er soll jetzt das verlorene Vertrauen in die größte Bank der Schweiz zurück gewinnen. Politik, Öffentlichkeit und Börse reagierten überaus positiv auf den Wechsel. Der Aktienkurs stieg in der Spitze um bis zu 15,2 Prozent. Die Aktie notiert aktuell am Nachmittag bei 11,50 Franken mit einem Plus von 13,9 Prozent.
Oswald Grübel kommt von der Credit SuisseDer 1943 geborene Grübel ist ein erfahrener Banker. 1970 wechselte er von der Deutschen Bank zur damaligen Schweizerischen Kreditanstalt (SKA), der heutigen Credit Suisse. Ab Juli 2004 war er alleiniger Chef der Großbank. Den Posten behielt Grübel bis zum Frühling 2007, als er den Chefsessel an Brady Dougan weitergab.
Kommentatoren sprachen von einem "Befreiungsschlag" des noch immer größten Vermögensverwalters der Welt, der in den vergangenen Wochen aus den negativen Schlagzeilen nicht mehr herausgekommen war. Rohner zieht sich zurück, nachdem das Vertrauen in die Bank und in den Bankenplatz Schweiz nach der Herausgabe vertraulicher Kundendaten an die USA auf einem Tiefpunkt ist. Verlangt wurde in der Öffentlichkeit auch der Rücktritt von Verwaltungsratspräsident Peter Kurer. Die UBS hatte im vergangenen Jahr fast 20 Mrd. Franken (knapp 13,5 Mrd. Euro) Verlust gemacht.
Das Finanzministerium sprach in Bern von einem "positiven Signal". Die Neubesetzung sei ein Beitrag zur Stabilisierung der Großbank und werde helfen, Vertrauen zurückzugewinnen. "Ich werde Konzernchef sein, bis der Job gemacht ist", sagte Grübel am Donnerstag der Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Sein Ziel sei, dass die Bank so schnell wie möglich wieder schwarze Zahlen schreibe.
UBS werde um "erhebliche Kosteneinsparungen" nicht herumkommen, teilte Grübel am Donnerstagmorgen in einer E-Mail an die rund 25.000 Mitarbeiter in der Schweiz mit. Zudem sei es für die Bank unabdingbar, auf der ganzen Welt "die geltenden Gesetze einzuhalten", schrieb er weiter. Nach der Freigabe von rund 300 Kundendaten an die USA, was als Bruch des Schweizer Bankgeheimnisses gebrandmarkt wurde, sieht sich die Bank einer weiteren Forderung der US-Steuerbehörden für Daten von 52.000 Kunden gegenüber.







