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Jungforscherinnen schnuppern Laborluft die Nanowelt

01.01.200410:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Am 22. April ist es wieder so weit: Zum vierten Mal können Schülerinnen beim »Girls´Day – Mädchen Zukunftstag« in Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Ministerien hinter die Kulissen blicken. Auch in diesem Jahr laden wieder zahlreiche Fraunhofer-Institute zu spannenden Kursen und Workshops ein. Neben dem Kontakt zu den Wissenschaftlerinnen können die angehenden Forscherinnen Gespräche mit den Praktikums- und Personalverantwortlichen führen.



Girls´Day 2003: Kichernd drängen sich zwölf Mädchen im Konferenzraum des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart. Sie entwerfen einen virtuellen Partyraum. Das Getuschel verstummt schnell. Nach einer kurzen Einführung wissen die Schülerinnen, was sie tun müssen. Eifrig verschieben sie kleine Steinchen auf dem Tisch und positionieren damit die virtuellen Lautsprecher. Anschließend legen sie die Größe der Tanzfläche fest. Natürlich darf auch eine Bar nicht fehlen. Auf der gegenüberliegenden Wand nimmt ihr virtueller Partyraum in 3-D Baustein für Baustein Form an. Für die Ingenieure und Techniker am IPA ist die Arbeit am Planungstisch Teil der täglichen Arbeit. Die Wissenschaftler planen und optimieren hier Fabrikanlagen. Die Mädchen entdecken mit Spiel und Spaß, dass virtuelle Realität nicht kompliziert ist. Mit ihrer eigenen Partyeinrichtung können sie erste Erfahrungen für den späteren Einstieg in den Berufsalltag sammeln.

Der Planungstisch wird auch in diesem Jahr wieder eine der Attraktionen in Stuttgart sein. Wer keine Lust auf Party hat, kann sich im Institutszentrum mit der virtuellen Realität vertraut machen und mit dem Datenhandschuh Gegenstände berühren. In einem weiteren Workshop geht es um die Welt der Roboter. Doch nicht nur in Stuttgart wird den Schülerinnen Einblick in der Arbeitsalltag von Wissenschaftlerinnen geboten. An 15 Fraunhofer-Instituten im ganzen Bundesgebiet können Mädchen am 22. April Laborluft schnuppern. Am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikroelektronik IZM in München dreht sich alles um intelligente Etiketten. Die Mädchen werden im Reinraum selbst die Wafer in Chips sägen. Sie erleben, wie Kleidung intelligent werden kann und beispielsweise selbst das richtige Waschprogramm wählt. Bei den Veranstaltungen am IZM Berlin steht das Handy im Mittelpunkt. Die Mädchen erfahren, wie Mobiltelefone entstehen und wie man sie umweltfreundlich entsorgen kann. In Würzburg geht es am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC um den Schutz von Kulturgütern. Unter anderem bemalen oder beschichten die Mädchen Glas. Im Institutszentrum Birlinghoven bei Bonn erstellen die Schülerinnen Web-Seiten, bauen einen zerlegten Rechner zusammen oder nehmen an einem der beliebten Roberta-Roboter-Kurse teil. Ein Highlight wird eine Schatzsuche durchs Institutsgelände sein. Workshops und Kurse werden neben den genannten Städten beispielsweise auch in Freiburg, Erlangen und Pfinztal bei Karlsruhe angeboten.

Auf der Hannover Messe soll erstmals auch der 2003 am Institutszentrum Birlinghoven gedrehte Girls´Day-Film am Stand des »Kompetenzzentrums Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie« – der Koordinationsstelle für den Girls´Day – gezeigt werden. »Neu ist in diesem Jahr außerdem ein frisch erstellter Mädchen-Taschenkalender, den jede Teilnehmerin eines Fraunhofer-Workshops als Präsent erhält«, sagt Birgit Steinfath, die den Girls´ Day bei Fraunhofer koordiniert. »Hier finden die Mädchen Lebensberichte von Wissenschaftlerinnen und Schülerinnen sowie ungewöhnliche Ausbildungsberufe. Uns ist dabei besonders wichtig, dass sich die Mädchen, angeregt durch unseren Kalender, Gedanken über ihren Lebensweg machen.« Schließlich geht es beim Girls´Day genau darum: den Mädchen bislang weniger bekannte und beachtete Berufe nahe zu bringen.

Im vergangenen Jahr haben über 101 000 Mädchen am Girls´Day teilgenommen, sie waren zu Gast in rund 3 900 Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen. Auch 13 Fraunhofer Institute mit insgesamt 630 Kurs-Plätzen beteiligten sich. Der bundesweite Aktionstags findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt und wird über das Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie koordiniert. Der Mädchen Zukunftstag ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. An der Aktion beteiligen sich außerdem die Initiative D21 e.V., der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Bundesverband der Deutschen Industrie. Schon lange beklagen Experten den Mangel an Fachkräften im naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. Schnell hat sich gezeigt, dass sich anhand praktischer Erfahrungen den Schülerinnen ganz neue Berufsperspektiven eröffnen: Sie dringen in Bereiche vor, die bis heute als Männerdomänen gelten. Denn immer noch stehen auf der Liste der Ausbildungsplätze die klassisch weiblichen Berufe bei den Schülerinnen ganz oben: Arzthelferin, Bürokauffrau oder Friseuse. Dabei sind die jungen Frauen heutzutage so gut ausgebildet wie noch nie – allein sie schöpfen ihr Potenzial nicht voll aus.

Das Gemeinschaftsprojekt hat sich inzwischen zu einer festen Einrichtung etabliert. Die Idee stammt ursprünglich aus den USA. Dort nutzen seit 1992 am »Take Our Daughters To Work Day« – dem vierten Donnerstag im April – Millionen Mädchen die Möglichkeit, ihre Eltern in Unternehmen, öffentliche Behörden, Forschungsein

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