(openPR) Pressemitteilung vom 10.02.2009 - Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) äußert sich kritisch zur Absicht von Kultusministerin Henzler, einen islamischen Religionsunterricht an hessischen Schulen einzurichten. "Es ist ein absurder Gedanke, dass ein nach Religionen getrennter Unterricht zur besseren Integration beitragen könnte", sagte der IBKA-Regionalbeauftragte Hessen, René Hartmann.
"Ein Religionsunterricht, in dem Schülerinnen und Schüler in 'ihrer' Religion (sprich: in der ihrer Eltern) unterrichtet werden, ist ein anti-emanzipatorisches Relikt aus Zeiten, als die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft als Selbstverständlichkeit betrachtet wurde." Die Vermittlung einer bestimmten Glaubensrichtung gehöre generell in einem weltanschaulich neutralen Staat nicht an die öffentliche Schule. Insofern stellten die Pläne von Ministerin Henzler einen Schritt in die falsche Richtung dar. Dem Ziel der Integration könne ein Unterricht in Ethik, Religions- und Weltanschauungskunde für alle Schülerinnen und Schüler viel eher dienen.
Hintergrund:
Die neue hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) will dem islamischen Religionsunterricht an Schulen zum Durchbruch verhelfen. Dazu soll es in Hessen nach dem Vorbild Niedersachsens einen Modellversuch geben.
Islam-Unterricht - Kultusministerin kündigt Modellversuch an
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1670780_Kultusministerin-kuendigt-Modellversuch-an.html
Politischer Leitfaden des IBKA, Kapitel Jugend und Bildung
http://ibka.org/leitfaden/lf-j.html









