(openPR) 02. Januar 2004 - Das religiöse Bekenntnis einer Minderheit darf nicht gegen das kulturelle Erbe der riesigen Mehrheit instrumentalisiert werden
Zur Debatte um die Äußerungen von Bundespräsident Rau zu religiösen Symbolen im öffentlichen Raum erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Hermann Kues MdB:
Die anhaltende Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen ändert nichts an den Grundlagen unserer Gesellschaft. Unabhängig vom religiösen Bekenntnis des Einzelnen entspringt unser kulturelles Erbe der christlichen Tradition.
Christliche Symbole finden sich in allen Bereichen. Das christliche Menschenbild prägt unser Grundgesetz und unsere Rechts- und Sozialordnung. Selbst das nicht christlich getaufte Drittel der Menschen in unserem Land feiert gemeinsam mit den Christen Weihnachten.
Christliche Symbolik aus dem öffentlichen Raum zu ver-bannen hieße konsequent zu Ende gedacht, zum Beispiel die Gipfel- und Wegekreuze in Deutschland zu entfernen. Das käme einer Verschrottung unsere kulturellen Erbes gleich.
Wir müssen deshalb eine breite Debatte um die Grundlagen unserer Gesellschaft führen, an der sich auch der Bundestag beteiligen sollte. Dabei darf aber nicht das religiöse Bekenntnis einer Minderheit gegen das kulturelle Erbe der riesigen Mehrheit instrumentalisiert werden.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
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