(openPR) Behandlungsmöglichkeiten bei schmerzhaften Lipödemen
Freiburg, 04. Dezember: In Deutschland leiden etwa drei Millionen Frauen am schmerzhaften Lipödem (Lipohyperplasia dolorosa). Da selbst Ärzte das Krankheitsbild häufig verkennen, gehört das Lipödem zu den am häufigsten fehldiagnostizierten Krankheitsbildern. Für die Betroffenen bleibt Hilfe oft aus und sie versuchen sich mit den Schmerzen abzufinden. Dr. Gunther Felmerer, Oberarzt der Abteilung Plastische und Handchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg, hat sich auf die Behandlung von Lipödempatientinnen spezialisiert und weiß um den Aufklärungsbedarf und die Problematik. Dr. Felmerer: „Beim Lipödem handelt es sich um eine vererbte Überproduktion von Fett und Gewebsflüssigkeit. Die vermehrte Flüssigkeit kann nicht mehr abtransportiert werden. Deshalb kommt es zu schmerzhaften Schwellungen unter der Haut.“ Patientinnen leiden an Schwellungen an Armen und Beinen, die häufig an die so genannten „Reiterhosen“ erinnern, jedoch besonders druck- und kälteempfindlich sind. Dazu kommt die Neigung zu blauen Flecken. Ursache ist eine hormonell und genetisch bedingte Überproduktion von Fett und Gewebsflüssigkeit. Da das Lymphsystem die vermehrte Flüssigkeit nicht abtransportiert, staut sich diese unter der Haut und führt zu schmerzhaften Schwellungen. Mediziner verwechseln das Lipödem oft mit Fettleibigkeit und raten zu einer Ernährungsumstellung oder Fitnesskur. Hier beginnt für betroffene Frauen ein leidvoller und mühsamer Weg von einer erfolglosen Diät zur nächsten. Diagnostiziert der Arzt ein Lipödem, gibt es wirksame Therapiemöglichkeiten wie die konservative Methode der Kompressionsbehandlung in Kombination mit Lymphdrainage sowie Bewegungstherapie. Diese muss jedoch häufig wiederholt werden, so dass die operative Methode der Liposuktion (Fettabsaugung) längerfristigen Erfolg für die Betroffenen verspricht.
Mithilfe der Liposuktion saugt Dr. Felmerer das überschüssige Fettgewebe ab. Dadurch mindert sich der Druck unter der Haut, der Schmerz lässt nach. Gleichzeitig stellt sich aufgrund des verringerten Drucks in Armen und Beinen in der Regel eine Normalisierung der Schmerzempfindlichkeit ein.







