(openPR) Die versuchte Charmeoffensive reicht nicht aus
31. Oktober 2002
Zum USA-Besuch von Außenminister Fischer erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, MdB:
Der Besuch von Außenminister Fischer in Washington hat erneut gezeigt, dass Deutschland erheblich an Vertrauen und Gewicht in Amerika verloren hat. Es wird lange dauern, bis die deutsch-amerikanischen Beziehungen wieder so sind, wie wir es von allen Bundesregierungen von Konrad Adenauer über Willy Brandt bis hin zu Helmut Kohl gewohnt waren.
Wie gestört das Verhältnis ist, zeigt die Tatsache, dass sogar der amerikanische Außenminister Powell davon spricht, dass es noch Zeit brauche, bis die bestehenden Meinungsunterschiede überwunden sind. Im Weißen Haus und im Verteidigungsministerium gab es keinen Zugang für Fischer, was nichts weniger als eine diplomatische Ohrfeige bedeutet.
Deswegen reicht die versuchte Charmeoffensive nicht aus. Notwendig ist vielmehr ein politischer Kurswechsel. Deutschland muss sich in der Irak-Frage wieder an die Staatengemeinschaft, die Nato und die europäischen Partner ankoppeln und die selbst gewählte Isolierung aufgeben.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
mailto:![]()
