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Tibet / VR China - Anhaltende Diffamierung des Dalai Lama und Repressalien demütigen und provozieren Tibeter

06.11.200812:43 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Tibet / VR China - Anhaltende Diffamierung des Dalai Lama und Repressalien demütigen und provozieren Tibeter
Alltag in Tibet: Repressalien und Überwachung rund um die Uhr. Bild: savetibet.org
Alltag in Tibet: Repressalien und Überwachung rund um die Uhr. Bild: savetibet.org

(openPR) IGFM: Willkür der chinesischen Regierung in Tibet nimmt auch nach den Olympischen Spielen nicht ab

Kathmandu - Frankfurt am Main (6. November 2008) – Mehr als ein halbes Jahr nach dem Aufstand in Tibet hat sich die Situation der Tibeter nicht verbessert. Repressalien und diskriminierende Zwangsmaßnahmen der chinesischen Beamten gehören zum Alltag, so die in Frankfurt ansässige Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Noch immer sind mehrere hundert Mönche inhaftiert. Die anhaltende Demütigung und Provokation der Tibeter soll offenbar verhindern, dass es zwischen den Vertretern Tibets und Chinas zu einem Ausgleich im Rahmen einer kulturellen Autonomie kommt, so die IGFM.



Die IGFM kritisiert, dass der Aufstand der Tibeter im März 2008 von China bis heute als ein bösartiger und von der „Dalai-Lama-Clique“ angezettelter Akt des „Separatismus und Terrorismus“ dargestellt wird. Die Massaker, die chinesische Sicherheitskräfte während der Niederschlagung der Proteste an den Tibetern verübten, werden verschwiegen. 500 bis 600 tibetische Mönche wurden festgenommen. Die meisten von ihnen befinden sich nach wie vor in Haft und werden gefoltert, viele bleiben seit ihrer Festnahme oder Verschleppung verschollen. In seinem Hilferuf an die freie Welt appelliert ein tibetischer Student aus Amdo: „Menschen dieser Welt, seht ihr denn nicht, dass ein Volk sein Leben für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit hingibt und dass die Antwort des Regimes, dem es ausgeliefert ist, nur aus dem Lauf der Gewehre kommt? Ist euch bewusst, dass ganz gewöhnliche Menschen aus diesem Volk in dunklen Gefängnissen angekettet vor sich hindämmern und Repressalien und Misshandlungen erleiden?“

Seit den Olympischen Spielen zirkulieren in China diverse Anweisungen der Regierung, in denen dem Personal von Hotels und öffentlichen Badehäusern vorgeschrieben wird, die ethnische Zugehörigkeit ihrer Gäste genau zu überprüfen. Handle es sich um Tibeter, seien diese genau zu kontrollieren und der Polizei zu melden. Die Unterdrückung betreffe sogar tibetische Staatsangestellte, berichtet Radio Free Asia. Am 11. Oktober wurden 20 tibetische Regierungsbeamte von chinesischen Polizisten und Soldaten drangsaliert, als sie ein Restaurant verlassen wollten, worauf 18 von ihnen festgenommen wurden.

Laut dem Tibetischen Solidaritätskomitee beging ein 17-jähriger tibetischer Schüler Selbstmord, weil er keinen anderen Ausweg aus dieser unmenschlichen Situation sah. Am 18. Oktober stürzte er sich vom Dach seiner Schule. In seinem Abschiedsbrief erklärte er, dass nicht persönliche Motive den Ausschlag für seinen Selbstmord gaben. Er wolle mit seiner Tat der Weltöffentlichkeit klarmachen, dass die Tibeter ein unterdrücktes Volk seien, dem die grundlegenden Menschenrechte vorenthalten werden.

Sippenhaft und Folter

Am 8. September 2008 fand in einem lokalen Kraftwerk eine Explosion statt, welche die Fernsehübertragung während vier Tagen zum Erliegen brachte. Motiv für den Anschlag soll die Ausstrahlung eines Dalai Lama feindlichen Programms im August und September 2008 gewesen sein, berichten Quellen aus Tibet. In dem Programm sei das geistliche Oberhaupt der Tibeter als „Separatist, der den chinesischen Nationalstaat zerstören wolle“ verunglimpft worden. Bei der tibetischen Bevölkerung stoßen derartige Angriffe auf den Dalai Lama auf großen Unmut, so die IGFM.

Dem chinesischen Sicherheitsdienst dürfte der Anschlag als Vorwand für Repressalien gegen Tibeter gelegen gekommen sein. Er machte umgehend drei jugendliche Tibeter für die Tat verantwortlich und nahm einen der drei fest. Ende Oktober 2008 wurden Angehörige der beiden noch flüchtigen Beschuldigten vorübergehend in Haft genommen. Weil ein Angehöriger die Aussage verweigerte, wurde er von Sicherheitsbeamten so misshandelt, dass er bei seiner Entlassung weder Hände noch Füße bewegen konnte.

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